Krankenzusatzversicherung
244 Zahnzusatzversicherungen im Test der Stiftung Warentest: Über ein Drittel mit „Sehr gut“ bewertet
7. Juli 2025
Die Stiftung Warentest hat in einem aktuellen Vergleich 244 Zahnzusatzversicherungen geprüft. Das Ergebnis fällt erfreulich für Patienten aus: Über ein Drittel der Tarife erhielt die Bestnote „Sehr gut“. Auch insgesamt zeigt sich ein hohes Leistungsniveau – rund zwei Drittel der Angebote schnitten mit der Note „Gut“ oder besser ab.
Nur wenige Ausreißer nach unten gab es: Zwölf Tarife erhielten ein „Ausreichend“, ein einziger wurde mit „Mangelhaft“ bewertet. Bei 26 weiteren Zahnzusatz-Tarifen verzichteten die Tester auf ein Qualitätsurteil, etwa weil deren Leistungsumfang zu begrenzt war.
Hohe Qualität trotz strengerer Bewertungskriterien
Inhaltsverzeichnis
Stiftung Warentest testet regelmäßig Zahntarife und beobachtet seit Jahren eine positive Entwicklung. Trotz nochmals verschärfter Kriterien – beispielsweise werden Tarife mit Wartezeit mittlerweile in der Bewertung um 0,1 Notenpunkte abgewertet – konnten viele Versicherungsangebote voll überzeugen. Im aktuellen Test (veröffentlicht in der Zeitschrift Finanztest) deckten die untersuchten Policen nahezu den gesamten Markt ab, von großen Anbietern wie Allianz und Ergo bis hin zu Spezialversicherern.
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Die Prüfer konzentrierten sich auf die Leistungen für Zahnersatz, also teure Behandlungen wie Kronen, Inlays und Implantate, inklusive der Begrenzungen in den ersten Versicherungsjahren. Normale Zahnbehandlungen (z.B. Füllungen) flossen nicht direkt in die Hauptbewertung ein, doch viele Top-Tarife bieten auch dafür Erstattungen.
Erfreulich für Verbraucher: Jede dritte Zahnzusatzversicherung ist „sehr gut“ – ein deutlich besseres Bild als noch vor einigen Jahren. Zum Vergleich: Vor gut zehn Jahren waren in Warentests deutlich weniger Bestnoten vertreten. Die Versicherer haben ihre Leistungen kontinuierlich verbessert, insbesondere bei hochwertigen Implantat- und Inlay-Versorgungen. Viele Tarife übernehmen heute weit mehr Kosten als frühere Generationen von Policen.
Testsieger und Spitzenreiter mit Bestnoten
Aus der großen Masse der sehr guten Tarife ragen einige Testsieger besonders heraus. Insgesamt 13 Angebote erreichten im aktuellen Test die Bestnote 0,5 auf der Warentest-Notenskala – besser geht es nicht. Darunter befinden sich Tarife bekannter Versicherer.
Ein Beispiel ist der „DFV ZahnSchutz Exklusiv 100“ der Deutschen Familienversicherung, der bereits zum wiederholten Male die Spitzennote einfuhr. Ebenfalls mit 0,5 bewertet wurden u.a. Barmenia Mehr Zahn 100 (mit Vorsorge-Baustein), Münchener Verein ZahnGesund 100, SDK Zahn 100 und Angebote der Bayerischen, Ottonova, Nürnberger, WGV sowie weiterer Versicherer.
Die Vielzahl an Testsiegern zeigt: Verbraucher können aus unterschiedlichen sehr guten Tarifen wählen – preislich und von den Leistungen her gibt es Varianten für jeden Bedarf.
Beispiel: Die folgenden Top-Tarife erzielten die Note Sehr Gut (0,5) und decken Zahnbehandlungen zu 100 % ab. Die Tabelle zeigt ausgewählte Leistungen und Beiträge:
Tarif (Versicherer) | Erstattung Zahnersatz | Erstattung Zahnbehandlung | Begrenzung (erste 4 Jahre) | Monatlicher Beitrag* |
---|---|---|---|---|
Barmenia Mehr Zahn 100 + Bonus | 100 % | 100 % | 6.000 € | ca. 18,50 € |
Münchener Verein ZahnGesund 100 | 100 % | 100 % | 6.000 € | ca. 24,80 € |
Bayerische ZAHN Prestige Plus | 100 % | 100 % | 6.000 € | ca. 27,20 € |
DFV ZahnSchutz Exklusiv 100 | 100 % | 100 % | 5.000 € | ca. 24,00 € |
SDK Zahn 100 | 100 % | 100 % | 4.000 € | ca. 14,57 € |
*Beiträge gelten für einen Musterkunden, ca. 30 Jahre alt.
Alle oben genannten Tarife leisten 100 % Erstattung für Zahnersatz und viele zahnerhaltende Behandlungen, zumindest bis zu den in den ersten Jahren geltenden Höchstgrenzen. Nach Ablauf von anfänglichen Begrenzungen entfällt bei diesen Premium-Tarifen die Summenbegrenzung, sodass auch sehr kostspielige Eingriffe komplett abgedeckt sind.
Auffällig ist, dass selbst der günstigere Tarif SDK Zahn 100 mit rund 15 € monatlich volle Leistungen bietet – hier handelt es sich um einen Tarif mit altersgestaffelten Beiträgen, der im Alter teurer wird.
Insgesamt bewegen sich die Kosten für einen Top-Zahnschutz je nach Alter zwischen etwa 20 und 40 € monatlich. Einfacheren Basisschutz mit „sehr guter“ Bewertung gibt es laut Warentest aber schon ab etwa 6–10 € pro Monat.
Kostenbeispiele: Mit Versicherung deutlich weniger Eigenanteil
Die Vorteile einer guten Zahnzusatzversicherung werden bei konkreten Kostenbeispielen deutlich. Moderne Zahnbehandlungen sind teuer, vor allem wenn Patienten eine hochwertige Versorgung wünschen. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen bei Zahnersatz nur einen Festzuschuss für die Regelversorgung (eine Grundversorgung, z.B. einfache Metallkrone). Alle Mehrkosten für besseren Zahnersatz müssen Patienten normalerweise selbst tragen – es sei denn, sie haben eine leistungsstarke Zusatzversicherung.
Ein Blick auf typische Fälle zeigt die möglichen Ersparnisse:
- Implantat mit Aufbau und Krone: Gesamtkosten ca. 4.200 €. Die Krankenkasse trägt hiervon (als Festzuschuss) nur rund 576 €, sodass ohne Zusatzversicherung etwa 3.600 € Eigenanteil anfallen würden. Mit einem Sehr Gut bewerteten Top-Tarif übernehmen hingegen Versicherung + Kasse sämtliche Kosten – der Patient zahlt 0 €.
- Keramik-Inlay (hochwertige Zahnfüllung): Kostenpunkt etwa 680 €. Davon erstattet die Kasse nur ca. 50 € für eine Standardfüllung, 630 € blieben ohne Zusatzschutz selbst zu zahlen. Ein guter Zahnzusatztarif würde auch hier den kompletten Eigenanteil übernehmen (0 € für den Patienten).
- Krone (Standard vs. hochwertig): Eine einfache Metallkrone (“Kassenkrone”) kostet rund 330 €, wovon die Kasse etwa 250 € übernimmt. Der Eigenanteil ist also relativ gering (ca. 80 €) – diesen deckt eine Zusatzpolice in der Regel komplett ab. Entscheidet man sich jedoch für eine zahnfarbene, vollverblendete Keramikkrone im Wert von ca. 660 €, springt die Kasse ebenfalls mit 250 € ein, aber rund 410 € müssten ohne Versicherung selbst finanziert werden. Mit einem Top-Tarif lässt sich auch diese Lücke schließen, sodass kein Eigenanteil verbleibt.
Die Beispiele verdeutlichen: Wer privat vorgesorgt hat, kann beim Zahnarzt auch teure Behandlungen in Anspruch nehmen, ohne finanzielle Sorgen. Viele der sehr gut bewerteten Tarife garantieren eine 100-prozentige Kostenübernahme für Zahnersatz, Implantate und oft auch für hochwertige Füllungen und Wurzelbehandlungen.
Patienten haben dadurch die freie Wahl, sich für die medizinisch beste und ästhetisch ansprechendste Lösung zu entscheiden, ohne aus Kostengründen auf das Nötigste beschränkt zu sein.
Tarifvarianten: Unterschiede in Leistungen und Bedingungen
Angesichts der großen Auswahl ist es wichtig, die Tarifunterschiede zu kennen. Zahnzusatzversicherungen lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen:
- Beitragsentwicklung: Es gibt Tarife nach Art der Schadensversicherung, bei denen der Beitrag in jungen Jahren niedrig ist und mit dem Alter schrittweise steigt. Alternativ werden Tarife nach Art der Lebensversicherung angeboten, die von Beginn an einen konstanten Beitrag erheben (höher als Anfangsbeiträge der ersten Variante, dafür im Alter stabil). Je nach Eintrittsalter und Budget kann das eine oder andere Modell vorteilhafter sein.
- Leistungsumfang Basis vs. Premium: Günstige Basis-Tarife (teilweise unter 10–15 € monatlich) bieten meist eine solide Grundabsicherung – etwa Verdoppelung des Kassenzuschusses, was die Regelversorgung abdeckt. Wer mit einer einfachen Kassenlösung zufrieden ist, kann damit schon seinen Eigenanteil auf nahe Null reduzieren. Premium-Tarife hingegen decken nahezu alle Kosten für hochwertigen Zahnersatz (oft 90–100 % Erstattung) und schließen oft auch Leistungen wie professionelle Zahnreinigungen oder aufwändige Zahnbehandlungen mit ein. Diese umfassen z.B. Kunststofffüllungen, Parodontosebehandlungen, Wurzelkanalbehandlungen oder bei einigen Tarifen auch Kieferorthopädie für Kinder. Solch umfassender Schutz hat entsprechend höhere Beiträge.
- Wartezeiten und Leistungsbegrenzungen: Viele Versicherer verzichten inzwischen auf eine Wartezeit, sodass Leistungen sofort ab Vertragsbeginn in Anspruch genommen werden können. Wartezeiten von z.B. 8 Monaten gibt es aber noch bei einigen Tarifen – das heißt, der Versicherungsschutz für größere Behandlungen greift erst nach Ablauf dieser Frist. Stiftung Warentest bewertet Tarife mit Wartezeit etwas strenger. Außerdem wichtig sind anfängliche Leistungsgrenzen: Nahezu alle Tarife begrenzen die Erstattungssumme in den ersten Jahren (z.B. 1.000–1.500 € im 1. Jahr, gestaffelt bis etwa 4.000–6.000 € über vier Jahre). Diese Limits sollen verhindern, dass sofort nach Abschluss sehr hohe Kosten übernommen werden müssen. Top-Tarife haben meist relativ großzügige Grenzen, die bereits mehrere teure Behandlungen zulassen. Nach der Anfangszeit entfällt die Begrenzung und es wird unbegrenzt gezahlt.
- Bonusheft und Bonusleistungen: Gesetzlich Versicherte erhalten höhere Kassenzuschüsse (60–65 % statt 50 %) zum Zahnersatz, wenn sie regelmäßige Vorsorge im Bonusheft nachweisen. Eine Zahnzusatzversicherung ersetzt nicht das Bonusheft – im Gegenteil, sie ergänzt die Leistungen. Viele Versicherer setzen voraus, dass die Regelversorgung vom Kassensystem bezahlt wird (inkl. Bonusanteil), und sie erstatten den Rest bis zum vereinbarten Prozentsatz. Daher sollten Patienten weiterhin jährlich zur Kontrolle gehen, um den maximalen Kassenzuschuss zu erhalten. Einige Tarife belohnen Vorsorge zusätzlich, etwa durch höhere Erstattungen für Zahnreinigung (z.B. der „Bonus“ im Barmenia-Tarif).
- Besondere Extras: Unterschiede zeigen sich im Detail. Zum Beispiel beinhalten manche Tarife kulanzweise Leistungen wie Akupunktur beim Zahnarzt, Knirscherschienen oder erweiterte Diagnostik, während andere sich auf Kernleistungen konzentrieren. Wer bestimmte Extras schätzt (z.B. Erstattung für Bleaching oder Angstpatienten-Betreuung), sollte gezielt danach suchen.
- Abschluss und Gesundheitszustand: Wichtig zu wissen ist, dass kein Versicherer für bereits laufende oder dringend anstehende Behandlungen zahlt. Wenn ein Zahn zum Zeitpunkt des Abschlusses schon als behandlungsbedürftig diagnostiziert ist, wird dessen Behandlung meist vom Versicherungsschutz ausgenommen. Daher empfiehlt Warentest, frühzeitig abzuschließen – idealerweise solange alle Zähne gesund sind. Prinzipiell kann auch im höheren Alter noch eine Zusatzversicherung sinnvoll sein, jedoch steigen dann die Beiträge, und bestehende Probleme sind ausgeschlossen.
Was bedeutet das Testergebnis für Patienten?
Für die Versicherten und alle, die es werden wollen, sind die aktuellen Testergebnisse ermutigend. Die hohe Zahl an sehr guten Tarifen bedeutet, dass Verbraucher eine echte Auswahl haben. Man muss sich also nicht mit mittelmäßigen Leistungen zufriedengeben – es gibt zahlreiche Angebote, die nahezu vollständigen Schutz bieten.
Dieser Wettbewerb kommt den Kunden zugute: Leistungen steigen, während Preise durch Konkurrenzdruck moderat bleiben. Einige sehr gute Tarife sind überraschend günstig, sodass finanzielle Hürden für einen soliden Zahnschutz geringer werden.
Wer bereits eine Zahnzusatzversicherung besitzt, sollte prüfen, ob der bestehende Tarif noch konkurrenzfähig ist. Viele ältere Verträge leisten weniger als aktuelle Angebote. Ein Blick in den Test zeigt häufig: Ein neuer Vertrag kann sowohl bessere Leistungen als auch einen günstigeren Beitrag bieten. Gegebenenfalls kann sich ein Wechsel lohnen – natürlich erst, nachdem man die Wartezeit des neuen Tarifs abgewartet hat und sofern keine akuten Behandlungen unmittelbar anstehen.
Wer noch unversichert ist, kann das Testergebnis als Anlass nehmen, sich näher mit Zahnzusatzversicherungen zu befassen. Die Beispiele verdeutlichen, wie schnell hohe Kosten auf Patienten zukommen können.
Mit einer passenden Versicherung lassen sich solche Beträge abfedern oder ganz vermeiden. Insbesondere größere Eingriffe wie Implantate, die ohne Versicherung oft Tausende Euro kosten, werden durch gute Tarife erschwinglich. Patienten können dadurch rechtzeitig nötige Behandlungen durchführen lassen, statt sie aus Angst vor Kosten aufzuschieben.
Letztlich gilt: Die beste Zahnzusatzversicherung ist die, die zum individuellen Bedarf passt. Dank der breiten Auswahl an sehr guten Tarifen können Verbraucher Prioritäten setzen. Ob maximaler Rundum-Schutz ohne Eigenanteil, ein guter Mittelweg mit etwas Eigenbeteiligung gegen niedrigere Beiträge oder ein günstiger Basistarif zur Absicherung der Grundversorgung – für jeden ist etwas dabei. Das starke Abschneiden von so vielen Tarifen im Test zeigt, dass man heutzutage eine Zahnzusatzversicherung ohne große Abstriche bei Leistung finden kann.
FAQ – Häufige Fragen zur Zahnzusatzversicherung
Was genau deckt eine Zahnzusatzversicherung ab?
Eine Zahnzusatzversicherung übernimmt – abhängig vom gewählten Tarif – Kosten, die die gesetzliche Krankenkasse nicht trägt. Schwerpunkte sind Zahnersatz-Leistungen: z.B. Kronen, Brücken, Prothesen, Implantate oder Inlays. Gute Tarife erstatten hier 70 %, 90 % oder sogar 100 % der verbleibenden Kosten neben dem Kassenzuschuss.
Viele Tarife decken außerdem Zahnbehandlungen ab, etwa Kunststofffüllungen statt Amalgam, Wurzelbehandlungen, Parodontosebehandlungen oder professionelle Zahnreinigungen (Prophylaxe). Manche umfassen auch kieferorthopädische Leistungen für Kinder und Jugendliche. Wichtig: Was versichert ist, steht im Leistungsverzeichnis des Tarifs – darauf sollte man beim Abschluss achten.
Für wen lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung?
Grundsätzlich lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung für gesetzlich Versicherte, die im Falle teurer Zahnbehandlungen nicht auf hohen Kosten sitzenbleiben möchten. Früher oder später benötigt fast jeder einmal Zahnersatz oder aufwändige Behandlungen.
Wer Wert auf hochwertigen Zahnersatz (z.B. Implantate oder Keramikkronen) legt, profitiert besonders von einer Zusatzversicherung, da die Krankenkasse hier nur begrenzt zahlt. Auch für Angstpatienten, die möglicherweise auf teurere schonende Behandlungsmethoden setzen, oder Eltern, die Zahnspangen für ihre Kinder absichern wollen, kann sich eine Police lohnen.
Wenn jemand genügend finanzielle Rücklagen hat und mit der Regelversorgung zufrieden ist, mag eine Versicherung weniger dringlich sein – doch die meisten Verbraucher schätzen die Sicherheit, im Bedarfsfall umfangreiche Leistungen zu erhalten.
Wann sollte man eine Zahnzusatzversicherung abschließen?
Am besten schließt man die Versicherung präventiv ab – also bevor größere Zahnprobleme auftreten. Idealerweise wird bereits in jungen Erwachsenenjahren oder zumindest vor dem ersten größeren Zahnersatz investiert. Der Grund: Läuft eine Behandlung bereits oder ist ein Zahn als behandlungsbedürftig diagnostiziert, zahlt die neue Versicherung dafür nicht.
Außerdem sind die Beiträge in jungen Jahren günstiger. Da im Alter tendenziell mehr Behandlungen anfallen, aber Neuabschlüsse teuer sind und Einschränkungen haben, ist es ratsam, sich frühzeitig um den Zahnschutz zu kümmern. Dennoch kann auch mit 50+ eine Zusatzversicherung sinnvoll sein, wenn größere Eingriffe zu erwarten sind – man muss dann nur höhere Beiträge einplanen.
Worauf sollte man bei der Tarifauswahl achten?
Wichtige Punkte sind:
- Leistungsumfang: Deckt der Tarif alle wichtigen Bereiche ab (Zahnersatz, Implantate, Inlays, ggf. Zahnbehandlung, Prophylaxe)? Wie hoch ist die Erstattung (z.B. 90 % oder 100 % inkl. Kassenzuschuss)?
- Wartezeit: Hat der Tarif eine Wartezeit? Falls ja, müssen Sie z.B. 8 Monate nach Vertragsbeginn warten, bevor Sie Leistungen in Anspruch nehmen können. Tarife ohne Wartezeit bieten sofortigen Schutz.
- Jahresgrenzen: Prüfen Sie die anfänglichen Erstattungsgrenzen. Gute Tarife gewähren in den ersten 2–4 Jahren zusammengenommen mehrere Tausend Euro Leistung, was für gewöhnlich ausreichend ist.
- Beitragshöhe und -entwicklung: Vergleichen Sie den Monatsbeitrag. Beachten Sie, ob der Tarif altersabhängig steigt oder lebenslang konstant bleibt. Ein zunächst günstiger Tarif kann im Alter deutlich teurer werden.
- Extras: Achten Sie auf Zusatzleistungen, die Ihnen persönlich wichtig sind (z.B. Erstattung für Zahnreinigung, Bleaching, Knirscherschiene, Kieferorthopädie bei Kindern). Solche Extras können den Ausschlag geben, wenn zwei Tarife im Wesentlichen gleich gut sind.
- Ausschlüsse: Lesen Sie das Kleingedruckte. Manche Policen schließen bestimmte Behandlungen aus oder leisten z.B. nur begrenzt für Implantate (eine bestimmte Anzahl). Die besten Tarife haben keine solchen Einschränkungen.
Was kostet eine sehr gute Zahnzusatzversicherung?
Die Kosten hängen vom Alter beim Abschluss und vom Leistungsumfang ab. Junge Kunden um 20–30 Jahre zahlen für einen Premium-Tarif mit umfassender Leistung oft zwischen 20 und 30 Euro im Monat. Ältere Versicherungsnehmer (z.B. Anfang 40) müssen je nach Tarif etwa 30–50 Euro monatlich einplanen, da die Beiträge mit dem Alter steigen. Einfache Tarife, die lediglich den Kassenzuschuss verdoppeln (Basisschutz), gibt es hingegen schon für unter 10 Euro monatlich.
Wichtig ist, Preis und Leistung abzuwägen: Ein sehr günstiger Tarif nützt wenig, wenn er im Ernstfall nicht die gewünschten Kosten deckt. Umgekehrt muss der teuerste Tarif nicht nötig sein, wenn ein günstigeres Angebot bereits alle für Sie relevanten Leistungen beinhaltet.
Zahlt die Versicherung auch, wenn ich bereits Zahnersatz habe oder benötige?
Eine Zahnzusatzversicherung übernimmt nur zukünftige Kosten für Behandlungen, die nach Vertragsbeginn anfallen. Bereits vorhandener Zahnersatz (z.B. schon eingesetzte Implantate, Kronen) ist nicht nachträglich versicherbar. Wenn bei Vertragsabschluss eine Behandlung bereits angeraten oder begonnen ist, wird diese vom neuen Versicherer in der Regel vom Schutz ausgeschlossen.
Einige Versicherer fragen im Antrag gezielt nach fehlenden oder vorgeschädigten Zähnen. Diese können entweder vom Schutz ausgenommen oder mit Risikozuschlägen belegt werden. Deshalb sollte man nicht warten, bis man Zahnschmerzen hat – sondern sich rechtzeitig versichern, solange der Befund beim Zahnarzt unauffällig ist.