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Krankenzusatzversicherung

Zusatzpolice: Private Leistungen bei schweren Erkrankungen

12. Dezember 2011

Wer bei einer schwereren Erkrankung die gleiche medizinische Versorgung wie Privatpatienten erhalten möchte, für den bieten die privaten Krankenversicherer einige Krankenzusatzversicherungen an, die dies ermöglichen. Experten und Verbraucherschützer stehen diesen Zusatzpolicen jedoch skeptisch gegenüber, da diese häufig auf einzelne Diagnosen beschränkt sind und somit nicht immer zum Tragen kommen.

 

PKV-Vorteile durch Krankenzusatzversicherung

Viele Menschen könnten aufgrund ihres Einkommens in die private Krankenversicherung wechseln, verbleiben jedoch aufgrund verschiedenster Gründe, wie beispielsweise der kostenlosen Mitversicherung von  Familienmitgliedern, in der gesetzlichen Krankenversicherung. Aber auch in der GKV ist es möglich, die Vorzüge der privaten Krankenversicherung zu nutzen. Möglich wird dies mit einer privaten Krankenzusatzversicherung. Fast jede Leistung der privaten Krankenversicherer lässt sich so auch einzeln mit einer privaten Zusatzpolice absichern. Zwar sind ist diese Absicherung häufig relativ günstig, trotzdem sollten sich Verbraucher nicht immer von einem günstigen Preis blenden lassen, da der Abschluss einer privaten Zusatzpolice nicht immer sinnvoll ist.

 

Aufnahme nur ohne Vorerkrankungen möglich

Die Württembergische Krankenversicherung vertreibt beispielsweise eine Krankenzusatzpolice, die intern den Spitznamen „Katastrophenschutzpolice“ trägt. Hat ein Versicherter diese Police abgeschlossen in erleidet danach an einer vorher definierten Krankheit wie beispielsweise einem Herzinfarkt, einem anderen Herzleiden oder Krebs, so greift die Police und der Versicherte erhält bestimmte Vorteile eines Privatversicherten. So verspricht die Württembergische beispielsweise kürzere Wartezeiten sowie eine weitaus bessere medizinische Behandlung des Versicherten. Auch eine bessere Therapiewahl sowie der Erhalt besserer Medikamente soll durch die Police möglich werden. Wer jedoch bereits an einem derartigen Leiden leidet, der erhält keine Aufnahme in die Zusatzpolice.

 

 

Abrechnung nicht ganz unkompliziert

So gut die Fakten zu derartigen Tarifen jedoch klingen, es sind auch einige Haken vorhanden. So ist die Voraussetzung für einen Wechsel in eine derartige Zusatzpolice, dass bei der gesetzlichen Krankenversicherung ein Wechsel in den Wahltarif „Kostenerstattung“ erfolgt. Bei einer ärztlichen Behandlung erhält der Versicherte dann eine Rechnung, die er zunächst selbst übernehmen muss. Danach wird diese bei der eigenen Krankenkasse eingereicht, die dann ihren gesetzlichen Anteil an der Rechnung übernimmt, der Rest wird dann von der Zusatzversicherung getragen. In einigen Fällen kann es jedoch dazu kommen, dass der Versicherte auf dem eigenen Anteil sitzen bleibt. Zusätzlich ist die Abrechnung mit einer Menge Bürokratie verbunden, was nicht unbedingt von Vorteil ist. Jedoch verspricht der Tarif der Württembergischen auch einige Leistungen, die bereits vor einer Diagnose in Anspruch genommen werden könne. So erfolge beispielsweise eine Kostenübernahme für Darmspiegelungen, auch wenn der Versicherte noch unter 55 Jahren alt ist.

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