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GKV

Zusatzbeitrag: Krankenversicherung mit stetem Beitragsanstieg

17. Mai 2011

Der Zusatzbeitrag könnte für die Versicherten in der GKV bald zu einem wirklichen Aufreger werden. Der Spitzenverband der GKV hält es für möglich, dass der Zusatzbeitrag womöglich in absehbarer Zeit auf 50 Euro bis 70 Euro pro Jahr scheint. Die Schuld trage unter anderem die Politik, die an dieser Entwicklung ein gewisses Interesse zu haben scheint. Die Leidtragenden sind die Versicherten.

 

GKV-Spitzenverband findet eindeutige Worte

Für die Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung dürfte diese Ankündigung ein Schock sein. Denn die Worte kommen nicht von irgendwem, sondern von Doris Pfeiffer. Ihres Zeichens Vorsitzende des Verbands, schob sie den schwarzen Peter auch der Politik zu. In den Augen von Doris Pfeiffer sei ein solcher Anstieg des Zusatzbeitrags denkbar „und auch von der Politik gewollt“. Ein vernichtendes Statement.

 

Rechnet man mit der Untergrenze von 50 Euro, so muss jeder Versicherte in Zukunft bis zu 600 Euro mehr pro Jahr für die GKV aufbringen. Gerade in einkommensschwachen Familien dürfte damit der finanzielle Abstieg vorprogrammiert sein. Und auch wenn der Staat Betroffenen unter die Arme greift – am Ende muss der Steuerzahler und damit die Gemeinschaft der Versicherten die Unterstützung finanzieren.

 

Zusatzbeitrag – Run auf die Private Krankenversicherung

Steigt der Zusatzbeitrag wirklich so massiv an, hätte dies noch ganz andere Folgen für die GKV. Insbesondere die freiwillig Krankenversicherten können in die PKV wechseln. Angesichts erheblicher Mehrkosten dürfte diese Option zunehmend an Attraktivität gewinnen. Und damit die Probleme der GKV verschärfen. Denn dieser Personenkreis trägt durch hohe Beiträge einen erheblichen Teil zum Solidaritätsprinzip bei.

 

Andererseits muss diese Prognose nicht eintreten. Bedingung ist allerdings, dass endlich die Kosten im Gesundheitswesen kontrolliert werden. Insbesondere Ausgaben für Klinikaufenthalte und Arztbesuche geben immer wieder Anlass für Ärger, etwa aufgrund falscher oder zu hoher Rechnungen.

 

 

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