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GKV

Zusatzbeitrag: Angst um höhere Krankenversicherungsbeiträge

14. März 2011

Gesundheitsökonomen befürchten in den kommenden Jahren stark steigende Zusatzbeiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung. Das Bundesgesundheitsministerium hingegen beschwichtigt, wohl auch deshalb, weil in den kommenden Wochen in Bundesländern wie Baden-Württemberg gewählt wird. Klar ist allerdings, dass immer mehr Krankenkassen Zusatzbeiträge erheben werden, deren Höhe wird zwischen 4-21 Euro schwanken.

Weitere Zusatzbeiträge kaum zu vermeiden

In den letzten Monaten war häufig zu hören, dass die private Krankenversicherung immer unattraktiver wird, da die Beiträge der Kostenentwicklung angepasst werden müssen. Von Beitragssteigerungen sind allerdings auch die gesetzlichen Krankenkassen betroffen. Experten diskutieren aktuell, in welcher Höhe der Zusatzbeitrag künftig steigen wird. Denn eines ist sicher: Die Finanzierung weiterer Beitragssteigerungen wird ausschließlich zu Lasten der Versicherten erfolgen, und zwar in Form des Zusatzbeitrages.

Zusatzbeitrag führt zu Krankenkassenwechsel

Bisher haben sich viele Krankenkassen gescheut, Zusatzbeiträge zu erhöhen, da sie eine starke Abwanderung befürchten. Wie jetzt jedoch bekannt wurde, droht vielen Krankenkassen ein hohes Defizit, so dass die Einführung von Zusatzbeiträgen unumgänglich wird. Auch die AOK, so Medienberichte, wird im kommenden Jahr wohl zusätzliche Beiträge von ihren Versicherten fordern.

Wie weit steigt der Zusatzbeitrag?

Welche Höhe diese Zusatzbeiträge einmal erreichen werden, darüber streiten sich Experten und Bundesregierung. Während das Bundesgesundheitsministerium davon ausgeht, dass die Beitragssteigerungen nur moderat ausfallen werden, rechnen Experten mit Zusatzbeiträgen von bis zu 21 Euro. Das Ministerium hingegen rechnet auch im Jahr 2016 lediglich mit Zusatzbeiträgen von 10-16 Euro.

13 Krankenkassen mit Zusatzbeitrag

Bisher berechnen 13 Krankenkassen Zusatzbeiträge, die zwischen 8-16 Euro schwanken. Hierunter finden sich unter anderem die DAK, die Deutsche BKK sowie die KKH-Allianz und die BKK für Heilberufe. Da viele der acht Millionen Versicherte ihre Beiträge nicht oder nicht pünktlich überweisen, haben die Versicherungen jetzt angekündigt, offene Zusatzbeiträge notfalls per Pfändungsverfügung einzutreiben.

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