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Gesundheit

Zeckenbiss: FSME Impfung empfohlen

22. März 2011

Mit dem Frühling und steigenden Temperaturen erhöht sich auch die Gefahr eines Zeckenbisses und damit auch die Gefahr, an der Fühsommer-Meningoensephalitis, kurz FSME, zu erkranken. Mit 100 bis 150 FSME-Infektionen ist Baden-Württemberg laut amtlicher Statistik das am meisten gefährdete Bundesland in Deutschland. Eine FSME-Impfung wird vor allem in gefährdeten Gebiten, hier insbesondere Süddeutschland, dringend empfohlen.

FSME: Kleine zecke mit großer Wirkung

Überträger des FSME-Virus ist die kleine, blutsaugende Zecke. Die FSME-Viren befinden sich bei infizierten Zecken im Speichen, die bei einem Zeckenbiss in die Blutbahn des Menschen gelangen können. Deshalb sollte beim Entfernen der Zecke auf keinen Fall Druck ausgeübt werden, da sich sonst der Speichel mit den Viren in die Blutbahn ergießt. Die FSME-Infektion macht sich durch grippeähnliche Symptome bemerkbar und kann im schlimmsten Fall zu einer lebensbedrohenden Gehirn- und Hirnhautentzündung führen, die nur sehr schwer oder gar nicht behandelbar sind. In vielen Fällen kommt es zu irreversiblen Schädigungen wie Lähmungen, Schluck- und Sprechstörungen sowie Atemstörungen.

FSME-Impfung: Schutz gegen den Zeckenbiss

Trotz regelmäßiger Empfehlung, sich gegen die Auswirkungen des Zeckenbisses zu impfen, folgen auch in besonders gefährdeten Gebieten lediglich ein Drittel der Betroffenen der Empfehlung und  unterziehen sich der FSME-Impfung. Laut Reinhard Kaiser, Chefarzt der Neurologie an der Städtischen Klinik Pforzheim, sollte die Gefahr nicht auf die leichte Schulter genommen werden, denn „Rund 70 Prozent der FSME-Patienten erleiden langwierige Folgeschäden“ und „Die Hälfte der Patienten litten auch zehn Jahre nach der Infektion an Lähmungen, Atemschwäche, Gleichgewichtsstörungen oder Schluck- und Sprechstörungen“.

Kostenübernahme durch Krankenkasse

Die Ständige Impfkommission ( STIKO ) rät allen Menschen zur Impfung gegen die Frühsommer-Meningoensephalitis, die in einem Risikogebiet wohnung oder dorthin reisen. In Deutschland folgen sowohl alle gesetzlichen Krankenkassen als auch die privaten Krankenversicherung dieser Empfehlung und erstatten die Kosten für die Impfung. Das Risiko, durch eine FSME-Impfung Komplikatioen zu erleiden schätzt Reinhardt Kaiser als sehr gering ein: „Mit 1,5 Fällen pro einer Million Impfungen sind Komplikationen extrem selten.“, so der Neurologe.

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