zum Inhalt

PKV

Zahnärztliche Behandlung für Privatpatienten teuerer

18. März 2011

Das Wirtschaftliche Institut der privaten Krankenversicherung hat aktuell die Gebührenberechnung für Zahnarztleistungen überprüft. Dabei wurde deutlich, dass Privatpatienten ebenso wie gesetzlich versicherte Selbstzahler oft deutlich höhere Kosten übernehmen müssen. Zum Teil liegen diese sogar 70 Prozent über den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen.

Gebührenordnung für Zahnärzte: Privatpatienten zahlen hohe Preise bei Zahnbehandlung

Bereits seit Jahren ist bekannt, dass die privaten Krankenversicherer bei Arzt- und Zahnarztleistungen tiefer in die Tasche greifen müssen, da die Ärzte nach unterschiedlichen Bewertungskriterien abrechnen. Das wissenschaftliche Institut der privaten Krankenversicherung hat jetzt jedoch darauf aufmerksam gemacht, dass die Schere immer weiter auseinandergeht. Besonders nach der zahnärztlichen Gebührenordnung müssen privat Versicherte sowie gesetzlich Versicherte, die die Leistungen aus privat finanzieren wollen oder müssen, weitaus höhere Preise entrichten. Und die aktuelle Diskussion über eine Anhebung der Honorare der zahnärztlichen Gebührenordnung würde die Kosten noch weiter erhöhen.

Selbstzahler müssen bis 70 Prozent höhere Kosten tragen

Ausgangspunkt der Untersuchung des wissenschaftlichen Instituts waren die 30 wichtigsten Behandlungen, die bei den Zahnärzten rund 60 Prozent ihres Umsatzes ausmachen. Die Tester überprüften dabei sowohl die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen wie auch die Höhe der Abrechnung privater Versicherungen. Zum Teil müssen privat Versicherte und Selbstzahler um 70 Prozent höhere Kosten übernehmen. Zudem wird deutlich, dass immer mehr Privatleistungen angeboten werden, denn auch die gesetzlich Versicherten müssen immer häufiger eigene Zuzahlungen leisten oder Behandlungen vollständig privat übernehmen. Der Grund hierfür sind Leistungskürzungen bei den gesetzlichen Krankenkassen, die aufgrund der Finanzierungsengpässe nötig werden.

Höhere Gebührensätze für Privatpatienten füllen Zahnarzt-Kassen

Da die Privatbehandlungen beim Zahnarzt mittlerweile nahezu 50 Prozent ausmachen, sind Privatpatienten eine wichtige Einkommensquelle. Zudem können bei Privatpatienten die höheren Gebührensätze der zahnärztlichen Gebührenordnung angesetzt werden, gleiches gilt bei Privatbehandlungen gesetzlich Versicherter. Nach Ansicht zahlreicher Experten sollten diese Tatsachen bei der Neuordnung der Zahnarzt-Honorare durchaus berücksichtigt werden.

Weitere Artikel aus dieser Kategorie