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PKV

Wie gut sind Deutschlands PKV-Tarife?

16. April 2014

Wer bietet die besten Tarife an?

Wer bietet die besten Tarife an?

Die Zeiten, in denen eine private Krankenversicherung uneingeschränkt zu empfehlen war, sind längst vorbei. Heute ist es vielmehr wichtig, bei Wahlmöglichkeit genau zu prüfen, ob man privat oder gesetzlich krankenversichert sein will oder wenn privat, welcher Tarif bei welchem Anbieter in Frage kommt.

„Finanztest“ hat geprüft

Wie schon im Jahr 2006, so hat „Finanztest“ aktuell wieder leistungsstarke Tarife in der PKV geprüft, und zwar solche, die wesentlich höhere Leistungen erbringen als die Gesetzliche. Die Ergebnisse hat der Chefredakteur von „Finanztest“ nun präsentiert. Unter dem Strich steht: die Angebote haben sich deutlich verbessert – die Beiträge sind entsprechend gestiegen. In den Test eingeflossen sind 32 Versicherer mit 107 verschiedenen Tarifen für Angestellte, Selbstständige und Beamte.

„Sehr gut“ ist Mangelware

Das Prädikat „sehr gut“ konnten nur 5 Tarife mit ihrem Preis-Leistungsverhältnis erreichen. Allerdings waren mehr als ein Viertel der Getesteten „gut“. Und knapp die Hälfte bekam ein „befriedigend“. Nur 8 wurden als „mangelhaft“ eingestuft und 14 als „ausreichend“.

Entscheidung ob gesetzlich oder privat versichert

Wer vor der Wahl steht, ob er sich in Zukunft privat oder gesetzlich versichern möchte, sollte genau abwägen. Die Entscheidung hat weitreichende Folgen, denn in der Regel kann man diese nicht rückgängig machen. Nur für Beamte ist es eine einfache Frage: diesen kann ohne Probleme die private Versicherung empfohlen werden.

Privat versichert heißt:

das Einkommen von 4.462,50 Euro monatlich muss überschritten sein. Doch die Versicherungspolice für eine Vollversicherung muss auch ein Leben lang bezahlt werden können. Die private Versicherung, und das muss bedacht werden, ist nicht gerade eine preiswerte Lösung, sondern eher eine teure. Natürlich sind auch die Leistungen entsprechend besser, wie beispielsweise für psychische Erkrankungen und viele medizinische Hilfsmittel sowie vieles andere mehr.

Das Bespiel:

Wer mit Mitte 30 selbstständig oder auch angestellt ist, und sich eine entsprechende Privatversicherung zulegt, kann beim preiswertesten Unternehmen im Test diese Police für rund 450 Euro monatlich bekommen. Aber es gibt auch Beispiele, bei denen 800 Euro zu tragen sind. Außerdem gibt es noch Selbstbeteiligungen von mehreren hundert Euro im Jahr.

Das Ranking

Bei einem Angestellten des o.g. Modelles haben die HUK Coburg und die Provinzial Krankenversicherung Hannover die Nase vorn mit dem Testergebnis „sehr gut“. Bei den Selbstständigen kommen die besten Angebote von Provinzial (bietet nur in Bremen und Niedersachsen an), gefolgt von der Bayrische Beamtenkrankenkasse und der HUK Coburg. Geht es um die Versichertenklasse der Beamten, schneidet im Vergleich die Concordia Krankenversicherung und die HUK Coburg mit „sehr gut“ ab. Die Erstgenannte erreichte dabei den absoluten Spitzenwert von 0,5 in der Bewertung. Mit „gut“ bewertet wurden die Debeka (Schnitt: 1,8). Die besten Tarife waren für einen Beitrag von rund 200 Euro monatlich erhältlich.

Unter dem Strich bleibt der Vergleich das A und O. Dabei sollte aber keineswegs der Fokus nur auf dem Beitrag liegen, sondern auch die Leistungen vergleichen werden. Oder aber man sieht auf dieses Ranking von „Finanztest“, bei dem das Preis-Leistungsverhältnis als Paket bewertet wurde. Die gesamte Studie ist veröffentlicht in der Mai-Ausgabe 2014 der Zeitschrift „Finanztest“.

 

 

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