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PKV

Wechsel zur privaten Krankenversicherung mit Risiken

21. März 2011

Sowohl die Gesundheitsreform, die einen Wechsel in die private Krankenversicherung auch für Angestellte vereinfacht hat, als auch Beitragssteigerungen in Form von Zusatzbeiträgen der gesetzlichen Krankenkassen begünstigen seit Anfang des Jahres 2011 den Wechsel zur PKV. Angesichts steigender Kosten und Kürzung von Leistungen in der gesetzlichen Krankenkasse suchen viele ihr Heil in der PKV. Doch Vorsicht, denn nicht für jeden versicherten ist die private Krankenversicherung geeignet. Jüngst machte auch die Stiftung Warentest auf die Risiken eines Krankenversicherungswechsel aufmerksam und rät Versicherten, die Angebote genau zu vergleichen.

Gesundheitsreform ermöglicht Wechsel in die PKV für Angestellte

Mit Einführung der neuen Gesundheitsreform dürfen nun auch Angestellte in die private Krankenversicherung wechseln, deren Einkommen im Vorjahr die Versicherungspflichtgrenze übersteigt. Dass heißt, Angestellte und Arbeitnehmer sind ab einem Jahresbruttoeinkommen von 49.950 Euro in 2010 berechtigt, in 2011 von der gesetzlichen zur privaten Krankenversicherung zu wechseln. Von dieser Möglichkeit des Krankenversicherungswechsel wurde bereits tausendfach Gebrauch gemacht, obwohl die Stiftung Warentest wiederholt vor den Risiken warnt.

Stiftung Warentest: Keine kostenlose Familienversicherung in der PKV

Versicherte, die einen Wechsel zur privaten Krankenversicherung überlegen, sollten sich demnach bewusst sein, dass eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenkasse kaum möglich ist. Besonders Angestellten mit Ehepartner und Kinder könnten in der kostenlosen Familienversicherung der gesetzlichen Krankenkassen zumindest günstiger versichert sein. Denn im Vergleich zur GKV bieten die privaten Krankenversicherungen keine kostenfrei Mitversicherung der Familienangehörigen.

Angestellte mit hohem Einkomen: bessere Leistungen und günstigere Beiträge in der PKV

In Sachen Leistungsumfang jedoch kann die Private Krankenversicherung im Vergleich zur gesetzlichen Krankenkasse eindeutig punkten. Die Leistungen können flexibel gewählt werden und bieten einen wesentlich umfangreicheren Versicherungsschutz. Dies hat seinen Preis, denn laut Stiftung Warentest finden sich viele sogenannte „Billig-Tarife“ in der PKV, die gerade mal Leistungen auf dem Niveau der gesetzlichen Kassen bieten und zudem mit hohen Selbstbeteiligungen behaftet sind. Wer hier krank wird, gerät leicht in die Kostenfalle. Nicht zuletzt deshalb empfiehlt die Finanztest, sich für PKV Tarife mit ausreichendem Versicherungsschutz zu entscheiden und dabei die diversen PKV Angebote genau zu vergleichen. In den meisten Fällen können vor allem junge Angestellte mit hohem Einkommen trotz umfassender Komfortleistungen der PKV Beiträge im Vergleich zur GKV sparen.

 

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