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PKV

Wechsel in die private Krankenversicherung 2011

16. Februar 2011

Private Krankenversicherung bieten im Vergleich zu gesetzlichen Krankenversicherungen entscheidende Vorteile bei der Behandlung im Krankenhaus genauso wie beim Arzt in der Praxis. Aus diesem Grund nutzen vor allem nicht versicherungspflichtige Selbstständige, Freiberufler und Beamte sowie Beamtenanwärter die Möglichkeit, eine private Krankenvollversicherung ( PKV ) in Anspruch zu nehmen. Mit der neuen Gesundheitsreform 2011 können auch Angestellte wie auch Arbeitnehmer einen Wechsel von der gesetzlichen Versicherung in die private Krankenversicherung vornehmen, sofern ihr Einkommen die Versicherungspflichtgrenze übersteigt. Für einen Wechsel in die PKV in 2011 ist die Versicherungspflichtgrenze von 2010 in Höhe von 49.950 Euro maßgeblich.

Einkommensgrenze Private Krankenversicherung 2010 und 2011

Die Bundesregierung hat die Gesundheitsreform 2011 und damit zahlreiche Neuregelungen der Krankenversicherung verabschiedet. Für das Jahr 2011 wird dieVersicherungspflichtgrenze auf 49.500 Euro festgelegt, so dass Beschäftigte mit einem höheren Einkommen die Befreiung von der Versicherungspflicht beantragen und eine PKV abschließen können. Durch den Wegfall der Drei-Jahres-Wechselfrist ab 2011 ist der Wechsel dann bereits bei einmaligem Überschreiten der genannten Verdienstgrenze möglich. Der Wechsel von der GKV in die PKV ist dann mit einer Frist von zwei Monaten zum Ende des Kalendermonats möglich. Sofern die eigene gesetzliche Krankenversicherung Zusatzbeiträge einführt oder bereits bestehende Zusatzbeiträge erhöht, ist sogar ein außerordentliches Kündigungsrecht vorgesehen, welches vier Wochen nach Zugang der Zuzahlungsbenachrichtigung bei der Versicherung in Anspruch genommen werden kann.

Wechsel zur PKV oder zurück in die GKV

Privat Versicherte, die Tarife der privaten Krankenversicherung in Anspruch nehmen, können unter bestimmten Voraussetzungen auch wieder in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Dies ist beispielsweise dann möglich, wenn das Einkommen die Versicherungspflichtgrenze wieder unterschreitet, wenn Versicherte von Arbeitslosigkeit betroffen sind oder wenn Selbstständige wieder eine versicherungspflichtige Beschäftigung eingehen und damit erneut der Krankenversicherungspflicht für Selbständige unterliegen. Voraussetzung für einen solchen Wechsel ist jedoch, dass Versicherte das 55. Lebensjahr noch nicht überschritten haben, denn in diesen Fällen ist ein Zurück in die gesetzliche Krankenversicherung nicht mehr möglich.

Wechsel innerhalb der PKV

Außer einem Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung und umgekehrt ist es auch möglich, innerhalb der privaten Krankenversicherung zu wechseln. Dabei können Versicherte unter anderem zwischen den Tarifen der eigenen Versicherungsgesellschaft wechseln oder aber auch Tarife anderer privater Krankenversicherer in Anspruch nehmen. Die Kündigungsfrist für einen solchen Wechsel beträgt wiederum zwei Monate zum Ende des Kalendermonats. Zu beachten ist jedoch, dass viele Versicherungen nach Vertragsneuabschluss eine Kündigungssperre von drei bis fünf Jahren vereinbaren. Innerhalb dieser Zeit ist dann keine Kündigung möglich.

Recht auf außerordentliche Kündigung der Krankenversicherung

Ebenso wie bei gesetzlich Versicherten können auch privat Versicherte ein außerordentliches Kündigungsrecht nutzen. Dieses steht Versicherten dann zu, wenn die eigene Versicherung die Beiträge erhöht. Das Kündigungsschreiben muss in diesem Fall spätestens vier Wochen nach der Änderungsmitteilung bei der Krankenkasse eingehen, dann ist ein Wechsel zum Beginn der Änderung möglich.

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