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PKV

Wechsel in die PKV 2011: billig ist nicht gut

23. Februar 2011

Seit Jahresbeginn haben es gesetzlich Versicherte leichter, in die private Krankenversicherung ( PKV ) zu wechseln. So ist nicht nur die Drei-Jahres-Wechselfrist seither entfallen, auch die Versicherungspflichtgrenze wurde leicht auf 49.500 Euro gesenkt. Der vereinfachte Wechsel in die private Krankenversicherung 2011 birgt allerdings auch Gefahren. Wer bei einem Neuabschluss der PKV nur auf den Preis achtet, tappt schnell in die Kostenfalle.

Wunsch nach Status „Patient 1. Klasse“

Viele aktuell gesetzlich Versicherte sind mit den Leistungen der GKV nicht zufrieden. Sie ärgern sich zum einen über zu hohe Beiträge und Zusatzbeiträge, zum anderen können aber auch die Leistungen nicht überzeugen. Durch lange Wartezeiten beim Facharzt und die Mehrbettunterbringung im Krankenhaus fühlen sich viele Versicherte als Patient zweiter Klasse.

Andere Beitragsberechnung in der PKV

Die privaten Krankenversicherer werben allerdings damit, dass sie im Vergleich zur gesetzlichen Krankenkasse überdurchschnittliche Leistungen bieten. Das individuelle Leistungsspektrum wird dabei zwischen Versichertem und Versicherung vertraglich vereinbart und ist unveränderlich. Hinzu kommt, dass die Preise für die private Krankenversicherung anhand des Alters, des Geschlechts sowie des Leistungsumfangs ermittelt werden. Selbstbehalte oder Leistungsverzicht können sich hier spürbar auswirken. Nicht selten können privat Versicherte von niedrigen Beiträgen profitieren.

Beim PKV Vergleich die Leistungen und die Beitragsstabilität nicht außer Acht lassen

Allerdings sollten Menschen, die sich für die private Krankenversicherung entscheiden, nicht ausschließlich auf den Preis achten. Aufgrund der immer weiter steigenden Kosten im Gesundheitswesen ist eine private Krankenversicherung für 59, 79 oder 99 Euro pro Monat kaum mehr möglich. Diese Tarife weisen oft nicht nur hohe Selbstbehalte auf, sondern die Versicherungen müssen meist bereits nach kurzer Zeit die Beiträge nach oben anpassen. So wird die PKV für Neuversicherte schnell zur Kostenfalle, denn ein Zurück in die gesetzliche Krankenversicherung ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

PKV Testbericht der Stiftung Warentest und Finanztest beachten

Um derartige böse Überraschungen zu vermeiden, sollten die Angebote der PKV ausführlich verglichen werden, und zwar nicht nur hinsichtlich der Preise, sondern auch ihrer Leistungen. Unabhängige Testergebnisse von Stiftung Warentest, der Ratingagentur Assekurata oder dem Wirtschaftsmagazin Focus können hier helfen.

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