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PKV

Vorläufige Beitragsbemessungsgrenze & Versicherungspflichtgrenze 2013

7. September 2012

Jedes Jahr aufs Neue werden die Einkommensgrenzen der sogenannten Beitragsbemessungsgrenze (BBG) für die Sozialversicherung neu bestimmt. In diesem Zusammenhang wird auch die Jahresarbeitsentgeltgrenze bzw. die Versicherungspflichtgrenze neu festgesetzt. Auch für das Jahr 2013 wird eine neue Grenze festgelegt. Die vorläufigen Einkommensgrenzen 2013 hierfür sind nun bekannt gegeben worden. Sowohl die Beitragsbemessungsgrenze 2013 als auch die Jahresarbeitsentgeltgrenze 2013 sind im Vergleich zu 2012 deutlich gestiegen.

 

Beitragsbemessungsgrenze zur Krankenversicherung 2013 angehoben

Arbeitnehmer müssen demnach zukünftig noch mehr im Monat verdienen, um Mitglied er Privaten Krankenversicherung (PKV) werden zu können. Jeder Arbeitnehmer leistet im Rahmen der Sozialversicherungspflicht Beiträge zu verschiedenen Sozialversicherungsformen. Vom Bruttoeinkommen werden so die Beiträge zur gesetzlichen Renten-, Pflege, Krankenversicherung sowie zur Arbeitslosenversicherung entrichtet. Damit Gutverdiener jedoch nicht maßlos Beiträge zur Sozialversicherung entrichten müssen, gilt eine Obergrenze. Dies ist die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze, bis zu der die Beiträge zur Sozialversicherung entrichtet werden müssen. Wer über dieser Grenze verdient, ist nicht mehr sozialversicherungspflichtig und muss sich privat absichern. Dabei gilt zu beachten, dass es unterschiedliche Beitragsbemessungsgrenzen für die Renten- und Krankenversicherung gibt. Die Grenze wird jedes Jahr neu festgelegt.

 

Höhe der Beitragsbemessungsgrenze von verschiedenen Faktoren abhängig

Die Höhe der Beitragsbemessungsgrenze ist abhängig von der allgemeinen Arbeitsmarktsituation und der Lohn- beziehungsweise Gehaltsentwicklung in Deutschland. Im Jahre 2012 gilt für die gesetzliche Krankenversicherung eine Beitragsbemessungsgrenze von 45900 Euro pro Jahr oder 3825 Euro pro Monat. Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung werden nur bis zu dieser Höhe berücksichtigt. Durch die Beitragsbemessungsgrenze ergibt sich ein maximaler Arbeitnehmeranteil zur Krankenversicherung von 313,65 Euro monatlich. Der Arbeitgeberanteil beträgt hierbei 592,88 Euro. Die Beitragsbemessungsgrenze im neuen Jahr wird hingegen nach bisher vorliegenden Zahlen bei 47250 Euro pro Jahr oder 3937,50 Euro monatlich liegen. Der Maximalbeitrag, den ein Arbeitnehmer zur gesetzlichen Krankenversicherung entrichten muss, beträgt demnach 322,88 Euro monatlich.

 

 

Versicherungspflichtgrenze / Jahresarbeitsentgeltgrenze 2013 steigt ebenfalls

Auch die Versicherungspflichtgrenze erhöht sich im kommenden Jahr. Bislang galt eine Versicherungspflichtgrenze in Höhe von 50850 Euro. Bis zu dieser Summe gilt die gesetzliche Versicherungspflicht. Erst bei Summen, die über diesem Betrag liegen, ist ein Beitritt zur PKV möglich. Dies erfolgt durch eine Befreiung von der gesetzlichen Versicherungspflicht. Im Jahre 2013 wird diese Grenze voraussichtlich bei 52200 Euro im Jahr liegen. Die Änderungen betreffen jedoch nur Arbeitnehmer. Studenten, Freiberufler, Beamte und Selbstständige können hingegen auch weiterhin unabhängig von der Versicherungspflichtgrenze Mitglied der PKV werden.

 

Wechsel in die Private Krankenversicherung für Männer noch bis 21. Dezember besonders attraktiv

Neben der Anhebung der Grenze dürfte für Männer vor allem der Stichtag 21. Dezember von Interesse sein. Bis zu diesem Datum können sich Männer nämlich noch zu den jetzt geltenden Tarifen in der PKV versichern. Ab dem 21. Dezember gelten hingegen die Unisex-Tarife. Diese sind für Männer teurer als bisherige Tarife, für Frauen werden die bisherigen Tarife hingegen günstiger. Wer als Mann noch vor dem Stichtag in die Private Krankenversicherung wechselt, sichert sich die günstigen Tarife mit Bestandsgarantie auch über den Stichtag hinaus.

 

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