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Altersvorsorge

Versucht die Allianz Lebensversicherungskunden zu verunsichern?

2. April 2014

Verunsichert die Allianz ihre Kunden?

Verunsichert die Allianz ihre Kunden?

Wie der „Versicherungsbote“ mitteilt, hat die Allianz versucht, Mitteilungen an Kunden so zu verändern, dass diese von einer geplanten Kündigung absehen. Nicht gerade korrektes Verhalten des Vertragspartners gegenüber – doch es werden Stimmen laut, dass solches Geschäftsgebahren beim Branchenprimus nicht einmalig ist.

Kunden erhalten nach Kündigung falsche Mitteilungen

Es gibt laut „Wirtschaftswoche“ einige Fälle, in denen Kunden der Allianz ihre Lebensversicherung kündigten und danach eine falsche Zwischenabrechnung erhielten. Darin war eine niedrigere Ablaufleistung benannt, als dies korrekt gewesen wäre. Diese zeigt normalerweise den Stand 10 Tage vor der Auszahlung, die durch die Kündigung veranlasst wäre.

Kündigung zurücknehmen

So erhofft man sich, dass die Kunden, die gekündigt haben, dieses Kündigungsgesuch zurücknehmen und die Versicherung weiter laufen lassen. Zwar kann sich eine Kapitallebensversicherung, die schon lange läuft und daher noch einen ordentlichen Garantiezins bietet, tatsächlich lohnen – jedoch bleibt dies die Entscheidung des Kunden, die von der Versicherung nicht beeinflusst werden darf; schon gar nicht durch unkorrekte Angaben.

Unverbindliche Auskunft zum Rückkaufswert verweigert

Jeder Kunde einer kapitalgebundenen Lebensversicherung hat das Recht, zu jeder Zeit über den Stand seines Vertrages Auskunft zu erhalten. Eigentlich sollten jährlich Informationen dazu an die Kunden gehen. Der Versicherungsnehmer kann seine Versicherung anfragen, wie hoch der Rückkaufswert, also die Summe ist, die er bei Kündigung zum jetzigen Zeitpunkt erhalten würde. So kann er sich selbst ein Bild machen, ob dies lohnt oder die Einbußen zu hoch erscheinen.

Möglichkeit Teilrückkauf

Wer den Versicherungsschutz nicht verlieren möchte und zudem keine finanziellen Einbußen hinnehmen will, hat die Möglichkeit des Teilrückkaufs. Damit bleibt der Versicherungsvertrag erhalten und man kann einen Teil der eingezahlten Rücklagen ausgezahlt bekommen. Dadurch ändert sich zwar die Ablaufleistung, dafür kann man aber über das Geld sofort verfügen.

Auskunft verweigert

Nun wurden Fälle bekannt, in denen die Allianz solche Anfragen nach dem Rückkaufswert ignorierte und den Kunden keine Auskunft erteilte. Dazu noch die oben benannten falschen Zwischenabrechnungen – das wirft kein gutes Licht auf die Allianz, die sich aber erfahrungsgemäß aus solchen Negativschlagzeilen nichts macht. Zu groß sind der Kundenstamm und der Gewinn, als dass man sich von solchen „Kleinigkeiten“ aus der Bahn werfen lassen müsste.

Vorliegende Fälle bleiben ungeklärt

Offenbar sind Fälle aufgetreten, in denen die Ablaufleistung um mehrere Tausend Euro höher lag als im Schreiben zuvor angekündigt. Wie es dazu kommen konnte, bleibt derzeit ungeklärt. Ausschlaggebend sind aufgrund der Anlagen die Wertpapierkurse, die sich täglich ändern. Jedoch können diese keinesfalls für so große Differenzen verantwortlich sein. Mit entsprechenden Vorwürfen konfrontiert, wollte sich das Unternehmen jedoch nicht äußern.

Trick des Unternehmens?

Zwar werden die Kunden nicht um Geld betrogen – jedoch könnte es sich um eine Masche des Versicherers handeln, damit die Kunden ihre Kündigung zurückziehen. Wenn dies geschieht, erfahren die Kunden nicht, welche Leistung ihnen tatsächlich bei sofortiger Kündigung zugestanden hätte.

 

 

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