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Politik

Versorgungsstrukturgesetz: Beteiligte fordern Nachbesserung am Ärztegesetz

5. August 2011

Am gestrigen Mittwoch verabschiedete das Bundeskabinett wie erwartet den Entwurf des Versorgungsstrukturgesetzes (GKV-VStG). Als nächstes muss das Parlament dem Gesetzesentwurf von Gesundheitsminister Bahr zustimmen. Viele Beteiligte reagierten negativ auf das geplante Gesetz und forderten Nachbesserungen.

 

Kritik am Ärztegesetz ist groß

Neben den Krankenkassen gab es auch von Verbänden, Arbeitgebern und Gewerkschaften heftige Kritik. Viele vermissten die Maßnahmen gegen die steigende Überversorgung in Ballungsregionen. Johann-Magnus von Stackelberg, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes sagte: „Überversorgung verhindern und Überversorgung abbauen sind 2 verschiedene Dinge“. Auch Rolf Hoberg, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg gab sich mit dem Entwurf nicht zufrieden. Er forderte eine Obergrenze für die neuen Arzthonorare sowie eine gezielte Umleitung der Ärzte aus den Ballungszentren in die ländlichen Gegenden.

 

Beteiligte müssten nun an einem Strang ziehen

Laut dem Verband der Ersatzkassen (vdek) enthalte der Gesetzesentwurf viele gute Ansätze,  um die ärztliche Versorgung im Land zu verbessern. „Um nun wirklich etwas aus dem Gesetz zu machen, müssten alle Beteiligten nun an einem Strang ziehen und ihr Bestes geben“, so Thomas Ballast, Vorstandsvorsitzender des vdek.

 

 

„Maßnahmen gegen Überversorgung vernachlässigt“

Laut Christoph Straub, dem neuen Chef der Barmer GEK, kommen vor allem die Maßnahmen gegen die ärztliche Überversorgung zu kurz. Man konzentriere sich zu sehr auf die unterversorgten Gebiete, so Straub. Aber auch er begrüßte die sehr guten Ansätze des Gesetzesentwurfs, beispielsweise bei der stärkeren ambulanten Versorgung von Reha-Ärzten und Krankenhäusern in unterversorgten Gebieten.

 

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