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Politik

Versorgungsgesetz: Krankenkassen befürchten höhere Kosten für Versicherte

1. August 2011

Bundesfinanzminister Schäuble befürchtet, dass das neue Versorgungsgesetz, welches am Mittwoch durch Daniel Bahr beschlossen werden soll, unter Umständen doch mehr Kosten als geplant verursachen könnte. Auch die Krankenkassen teilen die Meinung Schäubles und gehen von höheren Kosten aus. Dieser hatte im Vorfeld bereits Maßnahmen durchgesetzt, welche im Falle einer  Kostensteigerung die Senkung der Beiträge zum Sozialausgleich beabsichtigen.

 

Versorgungsgesetz könnte doch höhere Kosten verursachen

Das neue Versorgungsgesetz, welches am Mittwoch von Gesundheitsminister Daniel Bahr beschlossen werden soll könnte u.U. doch höhere Kosten als im Vorfeld bekanntgegeben verursachen. Das Gesetz soll dem Fachärztemangel in einigen regionalen Gebieten entgegenwirken. Neben einer Honorarerhöhung für Zahnärzte soll das neue Gesetz auch für andere Fachärzte bessere finanzielle Anreize bieten, um sich in regional unterversorgten Gebieten niederzulassen.

 

Schäuble beantragt Maßnahmen gegen Kostensteigerung

Geplant waren Kosten in Höhe von rund 200 Millionen Euro. Aber bereits im Vorfeld vermuteten viele Krankenkassenvorstände und nun auch Finanzminister Wolfgang Schäuble, dass das Gesetz wesentlich teurer werden könnte, als bisher veranschlagt. Schäuble hatte allerdings im Vorfeld für eine eventuelle Kostenexplosion vorgesorgt und bei Daniel Bahr eine Senkung des Sozialausgleiches beantragt.

 

 

Sozialausgleich könnte zu steigenden Kosten führen

Nun steigt die Angst bei den Krankenkassen davor, dass in Zukunft alle Versicherten für den Sozialausgleich aufkommen müssen. Dieser ist ein staatlich finanziertes Mittel, um Mitglieder zu entlasten, welche sich den Zusatzbeitrag ihrer Krankenkasse nicht leisten können. Bisher machten nur wenige Krankenkassen Gebrauch von den Zusatzbeiträgen, weil sie mit den Zuwendungen aus dem Gesundheitsfond nicht zurechtkamen. Das Gesundheitsministerium sicherte den Krankenkassen nun bis zur Neuverhandlung 2 Milliarden Euro zu. Diese sollen laut Gesundheitsministerium für die Finanzierung ausreichen, aufgrund schlechter Erfahrungen bezweifeln dies die Krankenkassen jedoch.

 

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