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GKV

Versicherungspflichtgrenze 2012

14. September 2011

Erhöhung der Versicherungspflichtgrenze 2012

Die Versicherungspflichtgrenze, auch Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) genannt, wird zum 01.01.2012 angehoben. Nachdem sie Anfang 2011 nach unten korrigiert wurde, erfolgt nun wieder eine Anhebung. Grund dafür ist die Entwicklung der Löhne und Gehälter in Deutschland. Für 2012 wird eine Anhebung der Versicherungspflichtgrenze auf 50.850 Euro erwartet. Dies geht aus einem Entwurf zur Rechengrößenordnung hervor.

 

Versicherungspflichtgrenze 2012

Die Versicherungspflichtgrenze gibt an, bis zu welchem Einkommen ein Versicherter in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert ist. Überschreitet er die Jahresarbeitsentgeltgrenze mit seinem sozialversicherungspflichtigen Einkommen, so kann er sich entscheiden, ob er sich freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichern oder in die private Krankenversicherung wechseln möchte. Sinkt das Einkommen unter die Versicherungspflichtgrenze, so muss der Versicherte wieder in die GKV zurückkehren.

 

Entwicklung der Versicherungspflichtgrenze

Die Entwicklung der Versicherungspflichtgrenze ist abhängig von der Lohn- und Gehaltsentwicklung in Deutschland. Steigt der durchschnittliche Bruttolohn um einen bestimmten Prozentsatz an, so wird die Versicherungspflichtgrenze angehoben. Die Löhne stiegen 2011 in den alten Bundesländern um 2,09 Prozent und in den neuen Bundesländern um 1,97 Prozent.

Versicherungspflichtgrenze 2003 – 45.900 Euro
Versicherungspflichtgrenze 2004 – 46.350 Euro
Versicherungspflichtgrenze 2005 – 46.800 Euro
Versicherungspflichtgrenze 2006 – 47.250 Euro
Versicherungspflichtgrenze 2007 – 47.700 Euro
Versicherungspflichtgrenze 2008 – 48.150 Euro
Versicherungspflichtgrenze 2009 – 48.600 Euro
Versicherungspflichtgrenze 2010 – 49.950 Euro
Versicherungspflichtgrenze 2011 – 49.500 Euro
Versicherungspflichtgrenze 2012 – 50.850 Euro

 

Besondere Versicherungspflichtgrenze 2012

Neben der „normalen“ Versicherungspflichtgrenze soll 2012 auch die besondere Versicherungspflichtgrenze angehoben werden. Diese Grenze richtet sich an Versicherte, denen am 31. Dezember 2002 durch ihre Einkommenssituation ein Wechsel in die private Krankenversicherung ermöglicht wurde. Um eine Rückkehr vieler Versicherter aufgrund einer starken Anhebung der JAEG 2003 zu verhindern, wurde diese besondere Versicherungspflichtgrenze eingeführt.

 

 

Entwicklung der besonderen Versicherungspflichtgrenze

Besondere Verpflichtungsgrenze 2003 – 41.400 EUR
Besondere Verpflichtungsgrenze 2004 – 41.850 EUR
Besondere Verpflichtungsgrenze 2005 – 42.300 EUR
Besondere Verpflichtungsgrenze 2006 – 42.750 EUR
Besondere Verpflichtungsgrenze 2007 – 42.750 EUR
Besondere Verpflichtungsgrenze 2008 – 43.200 EUR
Besondere Verpflichtungsgrenze 2009 – 44.100 EUR
Besondere Verpflichtungsgrenze 2010 – 45.000 EUR
Besondere Verpflichtungsgrenze 2011 – 44.550 EUR
Besondere Verpflichtungsgrenze 2012 – 45.900 EUR

 

Jahresarbeitsentgeltgrenze 2012

Die Versicherungspflichtgrenze wird zum 01.01.2012 erhöht. Diese Grenze wird auch Jahresarbeitsentgeltgrenze genannt. 2012 könnte sie auf 50.850 Euro angehoben werden, wie jetzt aus einem Entwurf zur Rechengrößenverordnung der Regierung hervor ging. Die Jahresarbeitsentgeltgrenze gibt an, ab welchem Einkommen Versicherte in die private Krankenversicherung wechseln können. Da eine Erhöhung immer mit einer steigenden Bruttolohnsumme ein her geht, erwarten Experten auch für 2012 einen regen Zufluss in der privaten Krankenversicherung.

 

 

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