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Debeka Lebensversicherung 2015

Debeka Lebensversicherung 2015: höhere Beiträge?

9. Februar 2015

Debeka Versicherung

Beitragserhöhung bei Debeka Lebensversicherung 2015

Derzeit in aller Munde ist die Nachricht von der Beitragserhöhung der Debeka für bestehende Lebensversicherungen. Betrifft dies alle Kunden der Versicherung, und was steckt dahinter? Was hat es mit der neuen Rentenversicherung auf sich, die die Debeka Lebensversicherung auf den Markt bringt?

Debeka Lebensversicherungen mit Beitragserhöhung 2015?

Die in Ihren Ursprüngen bereits 1905 gegründete Versicherung mit Sitz in Koblenz geriet derzeit in die Schlagzeilen, weil die Kunden für ihre bestehenden Lebensversicherungsverträge höhere Beitrage als bisher entrichten sollen. Eine solche Vorgehensweise in untypisch und verunsichert die Verbraucher.

Betroffen sind nach aktuellen Nachrichten zahlreiche der Renten-und Lebensversicherungsverträge. Bereits in den letzten Jahren bekamen Hunderttausende der Debeka-Kunden solch ein unliebsames Schreiben zur Beitragserhöhung, und es sollen in diesem Jahr noch einmal rund 200.000 dazukommen.

Weniger Überschüsse: Debeka Lebensversicherung leidet unter niedrigen Zinsen

Hauptsächlicher Grund sei die Niedrigzinsphase, die es den Versicherern fast unmöglich macht, die alten Zinsgarantien einzuhalten. Denn bei einigen Verträgen werden die Überschüsse gleich mit den Beiträgen verrechnet. Das führt zu niedrigen Beiträgen, aufgrund derer sich die Versicherten derzeit zu dem Vertrag entschlossen.

Doch nun können genau diese Überschüsse nicht mehr erwirtschaftet werden, und die Verrechnung fällt zu Ungunsten der Versicherten anderes aus als angenommen. Es steigen also nicht die tatsächlichen Beiträge, sondern der Teil, den der Versicherte monatlich dafür entrichten muss.

Kündigung der Debeka Lebensversicherung nicht sinnvoll

Wie die €uro am Sonntag veröffentlichte, können einige Verträge somit bis zu 180 Euro teuerer werden, die meisten (rund 60 %) kosten dem Versicherten jedoch nur bis zu 30 Euro jährlich mehr.

Wer die neue Beitragszahlung nicht akzeptieren will, hat zwei Möglichkeiten: entweder, er kündigt den Vertrag, was jedoch mit herben Einbußen verbunden ist, und demnach nicht zu empfehlen wäre. Die andere Variante ist, den alten Beitrag weiter zu zahlen und dafür eine Verringerung der Versicherungssumme in Kauf zu nehmen.

Ohne Beitragserhöhung sinkt die Versicherungssumme

Ein Kunde hat die Versicherung unter folgenden Bedingungen abgeschlossen: Versicherungssumme 30.000 Euro, Beitrag jährlich 150 Euro, Sofortverrechnung des Überschusses 90 Euro, zahlbar 60 Euro. Nun soll der Versicherungsnehmer 70 Euro zahlen, weil sich der Überschuss auf 80 Euro gesenkt hat.

Zahlt er nun die 70 Euro, bleibt alles beim Alten, die Versicherungssumme ändert sich nicht. Zahlt er in Zukunft jedoch weiter die 60 Euro, wird der Gesamtbeitrag geringer und es werden nur noch 140 Euro auf den Vertrag eingezahlt. ( Zuschuss von 80 Euro plus Eigenzahlung von 60 Euro). Damit sinkt die Versicherungssumme auf 28.000 Euro.

Private Altersvorsorge: neue Debeka Rentenversicherung in 2015

Das Problem der Niedrigzinsen sorgt nicht nur bei der Debeka Versicherung für Probleme. Auch andere Versicherungsunternehmen haben neue Produkte auf den Markt gebracht, die sich an den aktuellen Gegebenheiten orientieren. Dabei werden weniger Zinsgarantien gegeben, sondern dafür höhere Renditechancen. Der derzeitige durchschnittliche Garantiezins für Neuverträge liegt bei 1,25 %. Die Debeka liegt mit Ihrem neuen Vertrag der Rentenversicherung mit 0,5 % deutlich darunter.

Die eingezahlten Gelder werden dabei vermehrt in Indexfonds investiert. Solide und mit guter Rendite; so versprechen es die Anbieter. Diese Rentenversicherung soll erweiterbar sein um eine Todesfallleistung und einen Schutz vor Berufsunfähigkeit.

Gesetzlicher Garantiezins 2015 bei Lebensversicherungen

Der Garantiezins wird gesetzlich festgelegt. Und so kam auch die erneute Absenkung zu Stande. Denn der garantierte Zins hatte sich auf dem Niveau von 1,75 % befunden, ehe er mit Wirkung vom 1.1.2015 auf 1,25 % sank. Besonders die klassischen Kapitallebensversicherungen sind davon betroffen.

Eine Alternative für alle, denen es weniger um die Geldanlage, sondern hauptsächlich um die Absicherung der Familie geht, ist die Risikolebensversicherung. Schließt man diese so ab, dass im Todesfall eine ausreichende Absicherung gewährleistet ist, eventuell sogar mit einer Erhöhung der Leistung im Fall des Unfalltodes, ist die Police eine echte „Versicherung“, die nicht viel kostet, zumindest im Vergleich zur kapitalbildenden Lebensversicherung.

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