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GKV

Vereinigte IKK benötigt Finanzhilfe

10. Mai 2011

Droht nach der City BKK einigen Versicherten aus den Reihen der GKV nun schon wieder der nächste Schock? Am Wochenende tauchten Berichte über Schwierigkeiten bei einer weiteren Krankenkasse auf. Diesmal drehte es sich um die Vereinigte IKK. Die GKV stand in den letzten Wochen schon einmal im Focus. Die Angst steigt, dass diesmal sogar mehr als eine Million gesetzlich Versicherter auf Probleme zuschlittern. Bereits seit Tagen kursieren Gerüchte über Probleme der Vereinigte IKK in der Medienlandschaft.

 

Vereinigte IKK: Gespräche über Finanzspritze

Zwischen der GKV und den anderen Innungskrankenkassen laufen scheinbar Gespräche über eine Finanzspritze, die der Vereinigten IKK helfen soll. Dies bestätigte eine Sprecherin des Unternehmens. Gleichzeitig soll eine Prüfung aller anderen Optionen laufen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Vereinigten IKK aufrecht zu erhalten.

 

Neben der Verunsicherung, die in Bezug auf die Stabilität der GKV von dieser Meldung ausgeht, haben viele Versicherte nun die Sorge, mit einem hohen Zusatzbeitrag belastet zu werden. Damit soll die Krankenkasse – so zumindest die Pläne hinter dem Zusatzbeitrag – finanzielle Lücken schließen können. Im Fall der City BKK hatte der Beitrag allerdings die gegenteilige Wirkung und beschleunigte den Niedergang. Ähnliches ist nun für die Vereinigte IKK zu befürchten.

 

1,7 Millionen Versicherte der Vereinigte IKK wären  betroffen

Was den Fall der Vereinigte IKK insbesondere brisant macht, ist die Tatsache, dass von eventuellen Schwierigkeiten nicht nur wenige hunderttausend Versicherte betroffen wären. In der Vereinigte IKK haben sich rund 1,7 Millionen gesetzliche Mitglieder versichert. Damit gehört die Vereinigte IKK zu den etwas größeren Krankenkassen in Deutschland. Ein Zusammenbruch hätte dramatische Folgen.

 

Aber selbst wenn die GKV zuerst zur Karte des Zusatzbeitrags greift, sind Probleme nicht auszuschließen. Denn das Beispiel City BKK zeigt, wie empfindlich Versicherte auf diese Zusatzbelastung reagieren. Kehren sie der Vereinigte IKK den Rücken, könnte sich eine verhängnisvolle Spirale in Gang setzen.

 

 

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