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Politik

Unabhängige Patientenberatung: UPB weiter mit Beratung

2. Februar 2011

Die Unabhängige Patientenberatung startete vor einigen Jahren als Modellprojekt, welches die Aufklärung und Beratung der Patienten in Deutschland deutlich verbessern sollte. Aktuell gibt es keine Beratungen der Unabhängigen Patientenberatung UPB, was sich allerdings ab Februar 2011 ändern soll. Bereits ab Mitte des Monats soll wieder eine kostenfreie Hotline geschaltet werden, an die sich Patienten mit ihren Fragen und Nöten wenden können. Zusätzlich soll der Aufbau örtlicher Beratungsstationen folgen, so dass auch persönliche Beratungsgespräche dann wieder möglich sind.

Die Gelder für die Unabhängige Patientenberatung werden vom Spitzenverband der Krankenkassen, der Patientenbeauftragten der Bundesregierung sowie dem Bundesverband der Verbraucherzentralen zur Verfügung gestellt. Der Verband der gesetzlichen Krankenkassen stellt für die Finanzierung des Projekts in den kommenden fünf Jahren jährlich etwa fünf Millionen Euro zur Verfügung. Auch der Verband der privaten Krankenkassen beteiligt sich an der Finanzierung, und zwar mit rund 364.000 Euro pro Jahr.

Die Mittel sollen unter anderem dafür genutzt werden, das Ende 2010 eingestellte Projekt zur Unabhängigen Patientenberatung wieder neu zu starten. Hierfür wird ab dem 15. Februar 2011 eine Hotline unter der Telefonnummer 0800 / 011 772 2 geschaltet. Die Beraterinnen und Berater an diesen Hotlines sollen dabei vor allem eine Lotsenfunktion übernehmen und Rat suchende Patienten bei der Wahl von Ärzten und Medikamenten unterstützen. Pro Jahr rechnen die Verantwortlichen mit rund 100.000 Anfragen jährlich.

Neben dem Aufbau der telefonischen Beratung soll es künftig auch wieder möglich sein, die 21 Beratungszentren zu nutzen. Letztlich wird auch das barrierefreie Internetangebot wieder zur Verfügung gestellt, welches ebenfalls umfangreich über Krankheiten und Gesundheit informiert. Um auch Migranten eine verbesserte Gesundheitsvorsorge zur Verfügung stellen zu können, sollen auch fremdsprachliche Beratungen aufgebaut werden, und zwar aktuell vorrangig in Türkisch und Russisch.

Vertreter der Regierung begrüßten die Entscheidung, die Unabhängige Patientenberatung wieder aufzunehmen. Schließlich biete sie die Möglichkeit, auch Fehler im Gesundheitssystem aufzudecken und zu beheben. Zudem hätten Patienten durch diese unabhängige Beratung die Möglichkeit, eigenverantwortlich zu agieren und sich so über ihre Rechte gegenüber Krankenkassen und Leistungserbringern zu informieren.

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