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Gesundheit

Umfrage: Versicherte äußern Angst vor Pflegebedürftigkeit

16. September 2011

Die Angst vor der Pflegebedürftigkeit im hohen Alter ist groß. Dies fand die Continentale Krankenversicherung in Kooperation mit dem Institut TMS Infratest in einer Umfrage zum Thema „Lebensrisikos“ heraus. Besonders bei Frauen ist die Angst vor der Pflegebedürftigkeit besonders ausgeprägt. Eine entsprechende Vorsorge für den Ernstfall hatten dabei nur wenige der Befragten. Insgesamt gaben 54 Prozent der Befragten an, eine private Pflegeversicherung oder eine ähnliche Krankenzusatzversicherung für sinnvoll zu halten. Nur rund 12 Prozent aller Befragten hielten die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung für ausreichend

 

Krankheiten auf Platz 2 der Lebensrisiken

Für die Umfrage der Continental KV wurden die Meinungen von 1297 Befragten ausgewertet. Darunter Männer wie Frauen ab 25 Jahren. Viele der Befragten gaben an, große Angst vor einer Pflegebedürftigkeit im hohen Alter zu haben. Von den insgesamt 1297 Befragten gaben nur 163 an, privat krankenversichert zu sein. Viele der Umfrage-Teilnehmer äußerten außerdem große Ängste vor Krankheiten, einer zu knappen Rente, sowie Arbeitslosigkeit und Berufsunfähigkeit.

 

Angst vor Pflegebedürftigkeit bei Frauen besonders groß

Die größere Angst vor einer Pflegebedürftigkeit äußerten die Frauen mit 62 Prozent. Besonders stark ausgeprägt war bei den befragten Frauen auch die Angst um eine zu große Belastung der Angehörigen. Wird ein Angehöriger Pflegebedürftig, so stellt dies für die komplette Familie oft eine große Belastungsprobe dar. Aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung steigt die Zahl der Pflegebedürftigen immer weiter an. Bereits jetzt herrscht schon ein Pflegekräftemangel in Deutschland, das Problem dürfte sich in den nächsten Jahren noch verschlimmern.

 

Angst vor finanzieller Belastung durch Pflegebedürftigkeit

Auch die finanzielle Last einer Pflegebedürftigkeit bereitete 79 Prozent der Befragten große Sorgen. Gerade Härtefällen, in denen die Versicherten mehrmals am Tag oder sogar 24 Stunden täglich versorgt werden müssen, wird das Geld in der Familie häufig knapp. Einzelpersonen können sich die teure Pflege häufig nicht leisten. Rund 80 Prozent aller Befragten gaben an, die häusliche Pflege durch einen mobilen Pflegedienst (Caritas, DRK, Johanniter) anstelle einer Unterbringung in einem Pflegeheim zu bevorzugen. Viele äußerten außerdem große Ängste vor Vereinsamung.

 

 

Private Pflegezusatzversicherung

Gesetzlich bzw. privat Versicherte können sich zusätzlich zu ihrer Pflegeversicherung durch den Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung absichern. Dafür stehen den Versicherten 2 verschiedene  Arten der Vorsorge zu Verfügung. Mit einer Pflegetagegeldversicherung erhält der Versicherte pro Pflegetag einen bestimmten Satz zur Verfügung, der für die Kostendeckung der Pflegekosten verwendet werden kann. Bei einer Pflegekostenversicherung kann die Übernahme der kompletten Kosten für Pflegeleistungen versichert werden. Die Höhe der Beiträge zu dieser Zusatzversicherung unterscheidet sich je nach Pflegeversicherung und Tarifumfang.

 

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