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Gesundheit

Tschernobyl: Cäsium 137 in Bayern auch nach 25 Jahren

27. April 2011

Der 26. April 1986 war für Europa ein Tag wie jeder andere. Erst Tage später war klar, dass nach dem Unfall im russischen Atommeiler Tschernobyl nichts mehr so sein würde wie vorher. Der 26. April 2011 steht ganz im Zeichen des Gedenkens – und der Atom-Katastrophe in Japan. Was bleibt ist die Frage, nach den Folgen. Denn auch heute, 25 Jahre nach Tschernobyl steht auch Deutschland vor der Frage, wie es mit den Hinterlassenschaften des Reaktorunfalls umgeht.

 

Hohe Belastung in Bayern 25 Jahre nach Tschernobyl

In Süddeutschland sind die Werte des radioaktiven Isotops Cäsium 137 nach wie vor hoch. Bayern, Franken und sogar Teile zwischen Magdeburg und Schwerin weisen heute noch deutlich höhere Strahlenwerte auf. Insbesondere der Freistaat Bayern wird auch Zukunft vor Problemen stehen. Cäsium 137 aus dem Boden gelangt in Pflanzen und Pilze, wird von Tieren aufgenommen und gelangt so in der Nahrungskette weiter nach oben.

 

Das Tragische: Anders als Jod, dessen radioaktives Isotop eine Halbwertszeit von wenigen Tagen hat, dauert es beim Cäsium Jahrzehnte, bis sich dessen Menge halbiert. Ein folgenschweres Erbe. Experten rechnen damit, dass in Bayern die Belastung auch in den kommenden Jahrzehnten kaum signifikant abnehmen wird. Bleibt die Frage nach den Folgen.

 

 

Cäsium 137 und die Gesundheit

Cäsium 137 lässt sich vom nichtradioaktiven Cäsium bei der Aufnahme nicht unterscheiden. Allerdings können die langfristigen Folgen dramatisch sein. Cäsium 137 wird leicht über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen und ins Muskelgewebe eingebaut. Hier angekommen, kann die Strahlung das umliegende Zellgewebe schädigen. Und führt zu den bekannten Folgen der Strahlenkrankheit. Für Deutschland streiten sich Experten über die Risiken und Gefahren. Was bleibt, ist das strahlende Erbe.

 

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