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PKV

TK: PKV – GKV Verwaltungskosten im Vergleich

12. Oktober 2011

Laut eines aktuellen Berichts der Techniker Krankenkasse (TK) gaben die gesetzliche und die private Krankenversicherung 2010 unterschiedlich viel Geld für die Verwaltung eines einzelnen Versicherten aus. Durchschnittlich lagen die pro Kopf Ausgaben in der gesetzlichen Krankenversicherung bei rund 136 Euro. Die Ausgaben der TK lagen dagegen mit 104 Euro pro Kopf deutlich unter dem Durchschnitt. „Wir liegen 24 Prozent unter dem Durchschnitt der anderen Kassen“, gab TK-Bereichsleiter Thomas Thierhoff bekannt.  Insgesamt gab die TK pro einem Euro nur 5,3 Cent für die Verwaltung der Krankenkasse aus.

 

Anteilige Verwaltungskosten von 5,3 Prozent

Der Anteil der reinen Verwaltungskosten der TK an den Gesamtkosten lag bei nur knapp 5,3 Prozent. Zusätzlich müssen in der PKV aber noch die Abschlusskosten, also die Kosten für jeden Abschluss eines neuen Versicherten separat hinzugerechnet werden. Dies ist bei der GKV nicht mehr nötig, die Abschlusskosten sind bereits in den Verwaltungskosten enthalten. Die Abschlusskosten der PKV 2010 belaufen sich laut Rechenschaftsbericht auf rund 2,7 Milliarden Euro. Die Ausgaben für die reine Verwaltung sollen sich auf rund 800 Millionen Euro belaufen.

 

PKV-Verwaltungskosten von 391 Euro pro Kopf

Die reinen pro Kopf Verwaltungskosten der rund 50 privaten Krankenversicherungen belaufen sich nach Berechnungen der TK auf rund 391 Euro. Ein großes Manko der privaten Krankenversicherungen sind die hohen Abschlusskosten. Diese liegen rund 10,5 Prozent über denen der gesetzlichen Krankenversicherung. Ein Grund dafür sind die überzogenen Maklerprovisionen, die teilweise bis zu 18 Monatsbeiträge eines Versicherten betragen. Diese stehen seit Jahren in der Kritik. Eine entsprechende gesetzliche Regelung soll dieser Problematik nun einen Riegel vorschieben.

 

 

PKV – Modell ohne Zukunft

Betrachtet man die hohen Aufwendungen für Neukunden in der PKV, so ist die Zahl der Neukunden 2010 doch erschreckend niedrig. So konnte die private Krankenversicherung 2010 nur rund 85.000 Neukunden für sich gewinnen, die Techniker Krankenkasse brachte es im gleichen Zeitraum auf 339.000 Neukunden.  TK-Vorstandschef Dr. Norbert Klusen bezeichnete das Modell der PKV als „nicht zukunftsfähig“.  Als Gründe für diese Aussage nannte Klusen die überzogenen Ausgaben für die Neukundengewinnung sowie die im Vergleich mit der GKV stark ansteigenden Kosten für Gesundheitsleistungen.

 

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