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BU-Versicherung

Tipps für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung

5. März 2014

BU-Versicherung, wenn man nicht mehr arbeiten kann

BU-Versicherung, wenn man nicht mehr arbeiten kann

Der finanzielle Ruin ist im Falle einer Berufsunfähigkeit schnell absehbar. Seit die gesetzliche Rente nur noch einen geradezu lächerlichen Betrag – wenn überhaupt – zahlt, ist es notwendig geworden, privat vorzusorgen. Doch wie findet man die richtige BU-Versicherung?

Wenn die tägliche Arbeit nicht mehr möglich ist

Ob eine Krankheit immer schlimmere Ausmaße annimmt oder ein Unfall plötzlich alles verändert – die Berufsunfähigkeit ist ein großer Einschnitt im Leben, und oft wird damit nicht nur die eigene Existenz bedroht, sondern auch die der Familie. Immer öfter sorgen auch psychische Probleme dafür, dass jemand nicht mehr der täglichen Arbeit nachgehen kann.

Die BU für jedermann

Eigentlich sollte sie jeder abschließen, der einer Arbeit nachgeht und nicht im Fall der Fälle auf ein großes Privatvermögen für den Lebensunterhalt zurückgreifen kann. Je jünger man beim Abschluss der Versicherung ist, umso besser. Denn es hat sich gezeigt, dass viele im mittleren Alter gar keine Police bekommen, oder nur eine, die unbezahlbar ist. Das liegt an Vorerkrankungen, wie sie fast jeder hat, auch wenn diese nicht schwerwiegend sind.

Teure Versicherung – und die Unterschiede sind groß

Im Großen und Ganzen kann man davon ausgehen, dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung teuer ist. Noch dazu gibt es große Unterschiede unter den Anbietern, sodass man genau schauen muss, welche Leistungen hinter welchem Beitrag stehen. Denn die Höhe der möglichen BU-Rente, die Summe im Todesfall und die Laufzeit sowie das Alter und die Vorerkrankungen wirken sich direkt auf den Beitrag aus.

Der Beruf spielt eine erhebliche Rolle

Zwar geht man davon aus, dass ein Dachdecker einen gefährlicheren Arbeitsplatz hat als ein Bankangestellter, aber in Wirklichkeit sind die Arbeitsunfälle doch nur ein kleiner Teil der Gründe, warum jemand arbeitsunfähig wird. Die Häufigkeit von psychischen Erkrankungen oder solchen, die nichts mit dem Beruf zu tun haben sowie private Unfälle sind bei allen gleich.  Dennoch zahlt jemand mit gefährlicherem Beruf deutlich mehr und zwar so viel, dass er die Police meist gar nicht abschließen kann.

Die Höhe der Leistung

Um sich ein Angebot machen zu lassen, muss man sich überlegen, wie hoch die Rente sein soll. Experten raten zu gründlichen Recherchen, denn der Lebensunterhalt der Familie muss davon bestritten werden. Mindestens 1.000 Euro gelten als Untergrenze.

Die abstrakte Verweisung

Der Grund, warum die staatlichen Leistungen oft nicht gezahlt werden ist, dass zwar der Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann, aber irgendeine Arbeit. Wie wenig sinnvoll das ist, lässt sich an vielen Beispielen zeigen. Daher sollte man bei der privaten Vorsorge einen Vertrag finden, der auf die sogenannte abstrakte Verweisung verzichtet. Denn ist dies nicht der Fall, verhält sich die Versicherung wie die staatlichen Rententräger – sie verweist den Kunden auf eine andere Arbeit. Doch der Haken: man geht von der Theorie aus. Dass ein solcher anderer Job nicht zu finden ist, spielt keine Rolle.

Bessere Bedingungen

Der Vertrag sollte also so aussehen, dass man auf diese Klausel ganz verzichtet, oder aber die Versicherung nur von der Leistung frei ist, wenn der Kunde in einem gleichwertigen Beruf arbeitet und auch entsprechend bezahlt wird.

Hilfe bei der Suche

Im Dschungel der Möglichkeiten kann es sinnvoll sein, sich von einem Versicherungsberater – oder Makler bei der Suche helfen zu lassen. Wichtig sind immer die Bedingungen. Diese sollten so aussehen, dass der BU-Schutz erst endet, wenn die gesetzliche Altersrente in Kraft tritt.

Die Gesundheitsfragen

Vollständig und wahrheitsgemäß müssen die Fragen nach dem Gesundheitszustand beantwortet werden. Denn dies wird im Leistungsfall geprüft. Gibt es hier Diskrepanzen, kann der Versicherer die Leistung verweigern oder kürzen. Deshalb vor Abschluss: eine anonyme Risikoanfrage durchführen. So landet man nicht auf der „Schwarzen Liste“, die die Versicherer untereinander austauschen. Eine anonyme Risikoanfrage kann beispielsweise ein Makler stellen. Durch diese bekommt man heraus, wie die Vorerkrankungen bewertet werden.

Wenn man keine BU-Versicherung bekommt

Hat man keine Chance auf eine bezahlbare BU-Versicherung, sollte man zumindest eine deutliche günstigere Erwerbsunfähigkeitsversicherung abschließen. Der Schutz ist geringer, aber immer noch sicherer, als ganz ohne Vorsorge unterwegs zu sein.

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