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GKV

Techniker Krankenkasse TK KKH Allianz: Fusion dementiert

5. Februar 2011

Fusionen unter gesetzlichen Krankenversicherungen sind heute gängige Praxis, um die Verwaltungskosten der Kassen zu reduzieren und so die Kassen auf eine langfristig stabile wirtschaftliche Basis zu stellen. Die Leipziger Volkszeitung berichtete jetzt nach dpa-Informationen, dass nun auch die KKH-Allianz und die Techniker Krankenkasse TK eine Fusion anstreben. Hierdurch würde mit rund 9,6 Millionen Versicherten die größte gesetzliche Krankenkasse in Deutschland entstehen.

Dementi: Keine Fusion zwischen Techniker Krankenkasse und KKH Allianz geplant

Die beiden Krankenkassen jedoch dementieren auf Nachfrage Fusionsgerüchte und geben an, dass es derzeit weder Pläne noch Verhandlungen für eine derartige Fusion gäbe. Beide Kassen, so die jetzigen Informationen, wären sowohl wirtschaftlich wie auch wettbewerblich gut aufgestellt, so dass keine Fusionen nötig wären. In ihrer Stellungnahme vom 04. Februar stellte die KKH Allianz klar, dass dieser Bericht auf falschen Informationen basiere und damit nicht der Wahrheit entspricht. Die Leipziger Volkszeitung hingegen berief sich in ihrem Bericht auf Informationen aus der Politik sowie den Kreisen der Krankenkassen selbst.

Techniker Krankenkasse finanziell stabil und ohne Zusatzbeitrag

Die finanzielle Lage beider Krankenkassen kann derzeit als gut eingeschätzt werden. Musste die KKH Allianz aufgrund der zu geringen Leistungen des Gesundheitsfonds bereits einen Zusatzbeitrag erheben, konnte die TK hierauf bisher verzichten. Zudem kann die Techniker Krankenkasse auf einen stabilen Kundenstamm blicken und ist mit derzeit gut 7,6 Millionen Versicherten die zweitgrößte gesetzliche Krankenkassen hinter der Barmer GEK, die mit etwa 8,6 Millionen Versicherten die derzeit größte Krankenkassen in Deutschland ist.

Weitere Fusionen unter Krankenkassen erwartet

Obwohl diese Fusion derzeit noch dementiert wird, wird es wohl auch in der Zukunft weitere Zusammenschlüsse von gesetzlichen Krankenkassen geben. Die Mehrzahl der gesetzlich Versicherten ist nach Angaben des Bundesversicherungsamtes vornehmlich in 36 Krankenkassen versichert, so dass weitere Fusionen auch von der Politik gewünscht werden. So könnten die Verwaltungskosten deutlich gesenkt werden, was auch eine Entspannung der finanziellen Lage bei den gesetzlichen Krankenkassen und somit langfristig stabile Beiträge für die Versicherten bedeuten kann.

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