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Gesundheit

Studie: Männer sind deutlich wehleidiger

10. Januar 2012

Forscher der britischen Queen-Mary Universität fanden nun in einer Studie heraus, dass Männer bei Krankheiten und Infekten deutlich mehr leiden als Frauen. Grund für dieses Verhalten ist das Immunsystem, welches bei Männern deutlich langsamer, dafür aber empfindlicher reagiert.

 

Männliches Immunsystem reagiert langsamer

In einer aktuellen Studie fanden britische Forscher heraus, dass Männer deutlich wehleidiger auf Infektionskrankheiten reagieren, als Frauen. Außerdem konnten die Forscher herausfinden, dass das Immunsystem bei Männern deutlich langsamer auf neue Infektionskrankheiten reagiert, als es bei Frauen der Fall ist. Daher sei es auch häufig so, dass Männer sich bei einer Infektionskrankheit (wie beispielsweise Schnupfen oder Grippe) deutlich kränker fühlen würden. Da das männliche Immunsystem länger braucht, um auf Infektionen zu reagieren, verlaufe auchdie Infektion deutlich gravierender als bei Frauen.

 

Frauen weisen mehr weiße Blutkörperchen auf

Eine große Rolle bei der Abwehr von Infektionen spielen die weißen Blutkörperchen. Die britischen Forscher konnten dabei in einer Untersuchung feststellen, dass Frauen eine deutlich höhere Anzahl weißer Blutkörperchen aufweisen. Dabei wurden neben Darmbakterien auch die Auswirkungen einer Infektion über die Lunge untersucht. Zwar wurden die Testergebnisse nicht an echten Menschen, sondern an Mäusen festgestellt, allerdings würden sich die Testergebnisse fast 1:1 auf den Menschen übertragen lassen, wie die Forscher angaben.

 

 

TK Gesundheitsreport: Frauen gehen häufiger zum Hausarzt

Aus dem aktuellen Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse geht außerdem hervor, dass Frauen deutlich häufiger einen Arzt aufsuchen, während Männer zunächst versuchen würden, die Erkrankung/Infektion mit Medikamenten aus der Apotheke anzugehen. Im vergangenen Jahr legte der Konsum von Arzneimitteln bei Männer jedoch deutlich zu, wie aus dem Gesundheitsreport hervor geht. Die TK geht davon aus, dass der durchschnittliche Mann 2010 an 184 Tagen des Jahres mindestens zu einem Arzneimittel gegriffen habe. Den ersten Platz führen dabei Arzneimittel für den Herz-Kreislauf an.

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