zum Inhalt

Gesundheit

Studie: Ballaststoffe in der Nahrung beeinflussen Lebenserwartung

19. Februar 2011

Eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten sorgt für mehr Wohlbefinden und fördert die Gesundheit. Diese Theorie konnte bereits seit Jahren belegt werden, denn viele Menschen haben ihre Ernährung entsprechend umgestellt und fühlen sich damit wohler als vorher. Eine jetzt veröffentlichte Studie, die sich dem Zusammenhang zwischen Ballaststoffen und Lebenserwartung gewidmet hat zeigt jetzt, dass eine ballaststoffreiche Ernährung auch eine gute Grundlage für eine längere Lebenserwartung sein kann.

Studie zur ballaststoffreichen Ernährung

Für die Studie, die in den vergangenen neun Jahren in den USA durchgeführt wurde, wurden mehr als 219.000 Männer und nahezu 169.000 Frauen und deren Ernährungsgewohnheiten beobachtet. Zu Beginn der Studie wurden die Teilnehmer mit einem Fragebogen über ihre aktuelle Ernährungssituation befragt. Abhängig davon, wie viele Ballaststoffe die Teilnehmer pro Tag verzehrten, wurden sie fünf Gruppen zugeordnet.

Menschen mit ballaststoffreicher Ernährungsweise leben länger

Dabei wurde deutlich, dass die Sterberate in den Gruppen mit hoher Ballaststoffzufuhr niedriger war als in entsprechenden Vergleichsgruppen. Die Forscher gehen davon aus, dass diese niedrigere Sterberate auf die ballaststoffreiche Ernährung zurückzuführen sei, denn hierdurch kann das Risiko für den kardiovaskulären Tod reduziert werden, auch konnten weniger Infektionen und Atemwegserkrankungen, die ebenfalls die Ursache häufiger Todesfälle sind, festgestellt werden.

Ballaststoffe in der Nahrung reduzieren infektiöse und respiratorische Erkrankungen

Anhand der Daten der Studie konnten die Forscher ermitteln, dass eine Ernährung mit vielen Ballaststoffen das Todesfallrisiko, aber auch das Risiko für infektiöse und respiratorische Erkrankungen bei Männern um bis zu 56 Prozent senken kann, bei Frauen kann dieses Risiko um bis zu 59 Prozent reduziert werden. Wichtig war dabei, dass die Ballaststoffe vorwiegend aus Getreide stammen. Was die Forscher jedoch noch nicht endgültig belegen konnte, ist ein Zusammenhang zwischen einer ballaststoffreichen Ernährung und Krebserkrankungen. Demzufolge ist es kaum möglich, durch die vermehrte Aufnahme von Nahrungsballaststoffen dem Krebsrisiko vorzubeugen.

Weitere Artikel aus dieser Kategorie