zum Inhalt

PKV

Steuererklärung 2010: Krankenversicherung von der Steuer absetzen

19. Februar 2011

Im Rahmen des Bürgerentlastungsgesetz kann die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung und die private Krankenversicherug einfacher von der Steuer abgesetzt werden. Sowohl Selbständige als auch Angestellte können ab 2011 die Krankenversicherungsbeiträge in der persönlichen Steuererklärung geltend machen. Jedoch könnte es bei der Abgabe der Steuererklärung in 2011 aufgrund eines Softtware-Fehlers Unstimmigkeiten bei der Steuerrückerstattung für 2010 geben. Arbeitnehmer sollten daher die Einkommensbescheinigung und damit den Beitrag für die Krankenversicherung genau prüfen.

Falsch angesetzter Krankenversicherungsbeitrag kann bis 1000 Euro ausmachen

Der Arbeitnehmeranteil zur gesetzlichen Krankenversicherung wird in der Einkommensbescheinigung in den Zeilen 25 und 26 ausgewiesen. Der Arbeitgeberanteil dagegen in der Zeile 24. Da der Arbeitgeber jedoch den Krankenversicherungsbeitrag für freiwillig krankenversicherte direkt überweist, kommt es zu Unstimmigkeiten bei der Steuerprüfung durch das Finanzamt. Dieser Fehler kann große Auswirkungen haben, da die Vorsorgeaufwendungen für die Krankenversicherung deutlich geringer angesetzt werden. Fachleute gehen von einem durchschnittlichen Betrag von 1000 Euro aus.

5 Mio Betroffene gesetzlich und privat Versicherte

Arbeitnehmer, die mit einem Bruttoeinkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze in der freiwillige gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, trifft es am härtesten. Daneben trifft es auch solche Steuerzahler, die einen Wechsel in die private Krankenversicherung erst im letzten Jahr vollzogen haben. Schätzungen gehen von bis zu fünf Millionen betroffenen gesetzlich und privat Versicherten aus. Ihnen wird geraten, die Bescheide am besten fachmännisch prüfen zu lassen.

Währenddessen ist der Streit um die Verantwortung für diesen weitreichenden Software-Fehler entbrannt. Während die Softwareentwickler die Versäumnisse beim Finanzamt sehen, während das Finanzministerium unterstreicht, die Entwickler genauestens über die Abrechnungsmodalität in Kenntnis gesetzt zu haben.

Weitere Artikel aus dieser Kategorie