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Politik

Steigende Bedeutung der betrieblichen Altersvorsorge

26. März 2014

Gesetzliche Grundlagen für Rente werden erneuert

Gesetzliche Grundlagen für Rente werden erneuert

Die klassische Rente nimmt in ihrer Bedeutung immer mehr ab – die privaten Vorsorgemöglichkeiten werden gepriesen und auch von vielen genutzt. Doch was ist mit der dritten Möglichkeit – der betrieblichen Altersvorsorge, bei der die Firma eine Art Versicherungsvertrag für ihre Mitarbeiter abschließt und diese damit eine zusätzliche Altersvorsorge haben?

Bundesregierung will Änderung

Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) soll stärker in den Fokus der Öffentlichkeit rücken; so plant es zumindest die Bundesregierung. Studien zufolge ist die betriebliche Altersvorsorge immerhin so stark angestiegen, dass rund 60 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten davon profitiert. Doch auch diese in den letzten Jahren stark angestiegene Zahl ist der Bundesregierung noch zu wenig.

Kleine und mittelständische Betriebe sollen stärker herangezogen werden

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat auf Anfrage bestätigt, dass außer dem Rentenpaket auch die betriebliche Altersvorsorge im Blick der Regierung steht. Einiges wird sich zum Thema Rentenversicherung ohnehin tun – die erste Lesung vom Bundestag wird Anfang April erwartet. Schon die Rente mit 63 bietet genügend Zündstoff und Details, die noch abgeklärt werden müssen.

Eine Machbarkeitsstudie soll Licht ins Dunkel bringen

Die kleinen und mittelständischen Unternehmen, kurz KMU genannt, sind Gegenstand dieser Studie. Es soll geklärt werden, ob hier die betriebliche Altersvorsorge machbar und sinnvoll ist. Mit ersten Ergebnisse wird noch in diesem Frühjahr gerechnet.

Staatliche Förderung muss optimiert werden

Klar ist: die betriebliche Altersvorsorge soll staatlicherseits gefördert und diese Förderung optimiert werden. Ergebnisse dazu soll es allerdings erst Ende des Jahres geben. Gegenstand vieler Diskussionen ist ein Modell mit Namen „Opting-Out-Modell“, zu dem die Bundesregierung offiziell aber noch keine Stellung bezog.

Die Rente mit 63 soll keine Frühverrentungswelle auslösen

Die SPD hatte die Rente mit 63 unter der Voraussetzung von 45 Beitragsjahren in ihren Bundestagswahlkampf aufgenommen. Jetzt gilt es, die entsprechenden Beschlüsse durchzusetzen. Strittig ist dabei vor allem die Anrechnung von Arbeitslosenzeiten, in denen Arbeitslosengeld I gezahlt wurde.

Die CDU argumentiert dagegen

Die CDU ist nicht für das Modell – skizieren sie doch das Schreckgespenst einer Frühverrentungswelle. Doch bei genauem Hinschauen betrifft es gar nicht so viele Arbeitnehmer und auch die Anrechnungszeiten für das Arbeitslosengeld I fallen weniger ins Gewicht als angenommen.

Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände ist ebenfalls dagegen

Deutlicher Gegenwind für die von manchen dringend erwartete Reform kommt auch von der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände. Hier ist man der Meinung, dass das Rentenpaket wegen seiner hohen Kosten „ein schwerer Fehler“ sei. Man könne das Rentenalter nicht absenken, wenn die Menschen ein immer höheres Alter erreichten.

 

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