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BU-Versicherung

So schwierig ist der Weg zur BU-Versicherung

19. März 2014

Beim Berater in guten Händen?

Beim Berater in guten Händen?

Politik und Versicherungen werden nicht müde, den Verbrauchern die Notwendigkeit einer BU-Versicherung darzulegen. Doch dass es oft gar nicht an dieser Einsicht mangelt, sondern an der Bereitschaft der Versicherungen, den Kunden aufzunehmen, wird verschwiegen. Daher haben viele Interessenten lange Info-Wege vor sich und nicht alle führen zum Ziel.

Marktforscher haben sich des Problems angenommen

Marktforschungsunternehmen wie die „Heute und Morgen GmbH“ haben dazu Studien betrieben und Erstaunliches festgestellt. Denn diese „Reise des Kunden“ kann äußerst langwierig sein, und ob am Ende der Abschluss der Versicherung steht, ist ungewiss.

Kunden wurden befragt

Über 300 Bundesbürger, die innerhalb des letzten Jahres eine BU Versicherung abgeschlossen oder dies zumindest in Erwägung gezogen haben, wurden für die Studie befragt. 146 von Ihnen sind nun im Besitz einer solchen Police.

So kommen die potenziellen Kunden überhaupt auf die Idee

Die Befragten gaben zu rund einem Drittel an, dass sie von Dritten, also Freunden oder Bekannten, auf diese Versicherung aufmerksam gemacht wurden. Änderungen der Lebenssituation sind ebenfalls oft der Auslöser, über eine solche Versicherung nachzudenken. Und die Versicherungsberater sind auf Platz drei gelandet, wenn es darum geht, wie die Kunden auf die BU-Police aufmerksam wurden.

Wer den Anbieter wechseln möchte

Mit untersucht wurde auch, was den Anstoß liefert, den Anbieter einer solchen Versicherung wechseln zu wollen. Das ist in fast der Hälfte der untersuchten Fälle das Ziel, beim Beitrag zu sparen. Allerdings gibt es auch 23 %, die durch einen Versicherungsberater- oder Vermittler zu einem Wechsel animiert werden. Vor allem, wenn der bisherige Anbieter den Beitrag erhöht hat, haben fast 10 % der Interviewten einen Wechsel vollzogen.

Überlegung ja – tatsächlicher Wechsel nein

Ob nun Neuabschluss oder Wechsel – von der Überlegung bis zum Ziel muss man aktiv werden. Herausgestellt hat sich, dass der Anstoß durch einen Versicherungsberater öfter zum tatsächlichen Abschluss oder Wechsel führt – nämlich in 61 % aller Fälle.

Welche Informationsquellen werden genutzt?

Es gibt heute eine Vielzahl von Informationsquellen, die genutzt werden können. Doch nicht alle werden gleichermaßen in Anspruch genommen. Die persönliche Beratung steht im Fokus ganz oben mit fast 65 % und auch das Internet ist beliebt. 57 % nutzen diese Informationsquelle am liebsten und am meisten. Am dritthäufigsten benannt wird hier der Kontakt mit Familie und Freunden.

Innerhalb des Internets ist es allerdings noch einmal zu unterscheiden, welche Seiten genutzt werden. Vergleichsseiten werden mit rund 36 % häufig genutzt, die Internetpräsentationen von Anbietern sind es zu 35 %, die angeschaut werden, und allgemeine Infoseiten sind bei 28 % der Befragten beliebt.

Internet nicht immer hilfreich

Die Experten sprechen beim Internet mitunter von einem „Abschluss-Hemmer“. Denn schließlich wollen fast 80 % der Befragten dann doch noch das persönliche Gespräch. Außerdem wurde ermittelt, dass von denen, die schließlich nicht wechseln oder abschließen, deutlich mehr das Internet nutzten als von der Gruppe, die gewechselt oder abgeschlossen hat.

Was hat am besten geholfen?

Stellt man den Interviewpartnern die Frage, wie sehr die Informationsquellen weitergeholfen haben, sind Versicherungsvertreter auf dem ersten Platz gelandet. Fast 80 % fühlten sich im persönlichen Gespräch sehr gut beraten; telefonischer Kontakt wurde deutlich schlechter bewertet.

Bewertung der Berater

Die Berater werden als freundlich eingestuft; auch dass sie die Anliegen schnell verstanden hätten und sich Zeit genommen haben, wurde gelobt. Angebotsalternativen wurden allerdings weniger oft oder gut vorgestellt und „objektiv und fair beraten“ wollte auch nicht jeder bestätigen. Die Berater waren in drei Viertel der Fälle den Kunden bereits bekannt. Sonst wurde dieser aus dem privaten Umfeld empfohlen oder von der Bank oder Versicherung benannt.

Internetseiten lassen manche Fragen unbeantwortet

Es gibt zahlreiche Kritikpunkte an der Beratung im Internet: Unübersichtlich und zu kompliziert beschrieben wird kritisiert, oder auch zu allgemein und unspezifisch. Zudem werden fehlende Neutralität oder Information beklagt. Die mangelnde Vergleichbarkeit ist ebenfalls ein Kritikpunkt.

Am Ende sind nicht alle zufrieden

Haben alle die Informationsphase beendet, haben nur knapp 90 % ein gutes Gefühl dabei. Die anderen ein eher Schlechtes. Persönliche Beratung bleibt also der Königsweg, der auch zu den meisten Abschlüssen führt. Am häufigsten abgeschlossen werden BU-Versicherungen bei Allianz und Debeka, R + V sowie Axa und AachenMünchener.

 

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