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Gesundheit

Sinken die Überschüsse in der Sozialversicherung?

10. April 2014

Die Sozialversicherungen haben gut lachen

Die Sozialversicherungen haben gut lachen

Wie jetzt bekannt gegeben wurde, haben die Sozialversicherungen einen Finanzierungsüberschuss von rund 4,6 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das ist zwar eine beachtliche Zahl – doch im Vorjahr lag diese um über 11 Milliarden höher. Begründet wird diese Entwicklung mit der Absenkung des Beitragssatzes der Rentenversicherung und vor allem dem Wegfall der Praxisgebühr. Außerdem war der Zuschuss an den Gesundheitsfonds abgesenkt worden.

Die Zahlen

Die Einnahmen der Sozialversicherungen betrugen im Jahr 13 rund 538 Milliarden Euro. Dagegen standen Ausgaben in Höhe von ungefähr 533 Milliarden Euro. Die Einnahmen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %. Die Ausgaben stiegen jedoch um 2,5 %. Diese Angaben machte das statistische Bundesamt.

Die Rentenversicherung

Jeder sollte das beim Netto-Gehalt gespürt haben: der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung war zum 1.1.13 gesunken. Und dennoch nahm die Rentenversicherung mehr ein, als im Jahr zuvor. Und zwar 0,4 %, was einer Gesamteinnahme im Jahr 2013 von rund 260 Milliarden entspricht. Die Ausgaben stiegen auch, und zwar um 1,5 %. So entstand trotz der Beitragssenkung ein Überschuss von rund 2 Milliarden Euro.

Die Krankenversicherungen

Rund 198 Milliarden nahmen die Krankenversicherungen im letzten Jahr ein. Das sind 1,6 % mehr als im Jahr zuvor, und das, obwohl die Bundesregierung den Zuschuss zum Gesundheitsfonds gekürzt hatte, und zwar drastisch. Dass die Ausgaben um über 5 % stiegen, liegt vor allem an der Praxisgebühr bzw. deren Wegfall. Dass diese nicht mehr erhoben wird, wurde von allen Patienten dringend erwartet und als finanzielle Erleichterung angesehen. Denn schließlich konnte sich die Praxisgebühr nebst eventuellen Notfallversorgungen etc. auf mehrere hundert Euro pro Familie summieren.

Die Pflegeversicherungen

Auch die Pflegeversicherungen hatten, finanziell gesehen, ein gutes Jahr. Zwar stiegen, wie oft veröffentlicht, die Ausgaben um über 6 % an, und landeten schließlich bei über 24 Milliarden Euro. Doch auch die Einnahmen stiegen, und zwar deutlich mehr, um 8,3 % auf 25 Milliarden.

Die Bundesagentur für Arbeit

Der Finanzierungsüberschuss der Bundesagentur für Arbeit viel geringer aus als im Jahr zuvor. In 2013 waren es 0,1 Milliarden, während es 2012 noch 2,6 Milliarden waren. Die Einnahmen sinken, und auch der Zuschuss des Bundes war weggefallen, der zuvor im Rahmen der Beteiligung an den Kosten der Arbeitsförderung gezahlt worden war. Dass die Einnahmen sinken, machte sich, in Zahlen ausgedrückt, mit über 33 Milliarden bemerkbar. Und dieser Rückgang konnte auch nicht durch höhere Beitragseinnahmen und die Insolvenzgeldumlage ausgeglichen werden. Bemerkenswert: die Arbeitslosigkeit stieg an, jedoch die Ausgaben sanken. Dies liegt vor allem daran, dass für Insolvenzgeld und Arbeitsmarktförderung weniger ausgegeben wurde.

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