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PKV

Securvita Krankenversicherung: Verantwortliche im Blickfeld der Staatsanwaltschaft

12. Februar 2011

Einige Verantwortliche der Securvita Krankenkasse müssen sich in diesen Tagen mit schweren Vorwürfen der Staatsanwaltschaft auseinandersetzen. Die Anlage lautet auf Untreue und Treuebruch, denn der Krankenkasse sollen aufgrund von Mietverträgen große Schäden entstanden sein. Im Fokus stehen vor allem Verwaltungsratsmitglieder, aber auch der Unternehmer Thomas Martens, der über verschiedene weitere Gesellschaften in den Fall verwickelt sein soll, muss sich verantworten.

Verdacht auf Betrug

Die Staatsanwaltschaft Hamburg ermittelt laut Informationen des Hamburger Abendblattes gegen den Vorwurf des Betruges. Betroffen sind drei ehemalige Vorstände der Securvita BKK, wobei auch gegen den Securvita-Gründer Martens ermittelt wird. Die der Staatsanwaltschaft vorliegenden Anzeigen wurden vom Bundesversicherungsamt erstellt.

Mietvertrag der Securvita: wer profitiert?

In der Anlage heißt es, dass der im Zusammenhang mit dem Neubau des Hauptsitzes abgeschlossene langfristige Mietvertrag über 20 Jahre für die Krankenkasse einen erheblichen finanziellen Nachteil bedeutete. Der Mietvertrag wies ein Gesamtvolumen von mehr als 50 Millionen Euro aus. Von diesen enormen Summen profitierten jedoch andere Unternehmen, einige davon unter der Leitung von Thomas Martens.

Schaden bei 17 Mio Euro

Laut einem jetzt erstellten Gutachten sei der Schaden der Securvita Krankenversicherung auf rund 17 Millionen Euro zu beziffern. Der Nachteil entstand vor allem deshalb, weil die angemietete Fläche den Bedarf weit überstiegen hat. Mehrere tausend Quadratmeter mussten daher monatlich zu viel bezahlt werden, obwohl sie überhaupt nie genutzt wurden.

Mögliche schwerwiegende Konsequenzen für die Securvita

Neben einigen Vorstandsmitgliedern ist auch Thomas Martens, Gründer der Krankenkasse, unter Verdacht geraten. Und dies, obwohl Martens viel Erfolg mit seinem alternativen Versicherungskonzept hat. Mehr als 170.000 Versicherte nutzen bei der Krankenkasse unter anderem alternative Heilverfahren, aber auch Akupunktur und Mal-Therapien. Martens wollte sich mit diesem Angebot von anderen großen Krankenkassen absetzen und seinen Versicherten ein weiterführendes Angebot offerieren.
Die Staatsanwaltschaft Hamburg befindet sich aktuell noch in der Ermittlungsphase. Der Ausgang des Verfahrens sowie die Folgen für die Krankenkasse können daher heute noch nicht abgeschätzt werden.

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