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Gesundheit

Schweinegrippe-Impfung kann Narkolepsie verursachen

3. Februar 2011

Der Schweine-Grippe-Impfstoff, der zur Vorbeugung und zur Verhinderung des Krankheitsausbruchs eingesetzt wird, ist Experten zufolge wohl nicht ungefährlich. Sowohl in Deutschland wie auch in vielen anderen Ländern, in denen der Impfstoff Pandemrix eingesetzt wird, sind vermehrt Fälle von Narkolepsie zu beobachten. In Finnland mussten die Ärzte vor allem bei Kindern einen deutlichen Anstieg der so genannten Schlafkrankheit feststellen. Das finnische Gesundheitsinstitut in Helsinki hat den Impfstoff hierfür verantwortlich gemacht, da die Mehrzahl der betroffenen Kinder, die entsprechende Symptome aufwiesen, vorher mit dem Impfstoff Pandemrix geimpft worden waren.

Da es sich hierbei um eine eher seltene Krankheit handelt, ist der Zusammenhang von Impfung und Erkrankung nicht von der Hand zu weisen. Allerdings ist auch in Island ein Anstieg der Narkolepsie-Erkrankungen zu erkennen, obwohl der Impfstoff hier nur in wenigen Fällen angewandt wurde.

Narkolepsie bei Kindern und Jugendlichen

Die Experten in Helsinki fanden heraus, dass im Alter von vier bis 19 Jahren das Risiko, an Narkolepsie zu erkranken, um das Neunfache erhöht ist. Die genauen Auswirkungen des Impfstoffs müssen allerdings noch untersucht werden. Vorerst wurden weitere Gaben des Impfstoffs aber unterbrochen. Der Hersteller des Impfstoffs, das britische Unternehmen GlaxoSmithKline, räumte Narkolepsie-Erkrankungen in bisher 161 Fällen ein. Besonders häufig trat diese Nebenwirkung in Finnland und Schweden auf, aber auch in Deutschland sind bereits entsprechende Fälle aufgetreten. In Deutschland wurden bisher sieben dieser Fälle gemeldet. Auch in Deutschland handelt es sich bei den Erkrankten um Kinder im Alter von 9-15 Jahren sowie eine 26jährige Frau.

Untersuchungen an Impfstoff Pandemrix

Ob der Impfstoff Pandemrix tatsächlich für den Ausbruch der Krankheit verantwortlich ist, wollen die Wissenschaftler des Gesundheitsinstituts in Helsinki jetzt erforschen. Sie führen hierzu ausführliche epidemiologische, immunologische und genetische Studien durch, um einen Zusammenhang der Erkrankung mit dem Impfstoff zu finden. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sollen im August 2011 veröffentlicht werden.

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