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Gesundheit

Schutz-Impfung bei Kindern lückenhaft

13. Februar 2011

Am 08. Februar 2011 fand die Zweite Internationale Impfkonferenz statt. Auf dieser Konferenz wurde die Impfmoral in Deutschland sowie Impfziele besprochen. Wie auf dem Impftag bekannt geworden ist, sind sowohl viele Kinder wie auch Erwachsene in Deutschland nicht ausreichend geimpft. Die Gründe hierfür können zum einen Unwissenheit, zum anderen aber auch Vorbehalte gegen Impfungen sein.

Mangelnde Impfung bei Kindern verhindert Ausrottung von Krankheiten

Wie der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Reinhard Burger, auf dem Internationalen Impfkongress mitteilte, sei zwar die Zahl der Schulanfänger, die über einen ausreichenden Impfschutz verfügen, in den vergangenen Jahren gestiegen. Allerdings sind noch immer zu wenige Kinder gegen bestimmte Krankheiten wie Masern, Mumps, Röteln und Hepatitis B geimpft. Und wenn Impfungen in Anspruch genommen würden, erfolgen diese meist zu spät. Die Folgen dieser fehlenden und zu späten Impfungen sind, dass bestimmte Krankheiten noch immer nicht ausgerottet wurden und somit nach wie vor Erkrankungen verursachen.

Eltern sollen über Vorteile und Risiken der Impfungen aufgeklärt werden

Eine Umfrage unter Eltern zeigt, dass noch immer viele von ihnen Vorbehalte gegen Impfungen haben. Etwa 35% der befragten Eltern äußerten sich besorgt über eventuelle Nebenwirkungen, etwa 50% der Eltern halten Impfungen zudem für unnötig, so dass sie ihre Kinder hiermit nicht belasten wollen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung fordert jetzt, die Eltern besser über die einzelnen Impfungen, deren Nutzen sowie die Nebenwirkungen zu informieren. Unbestritten handelt es sich bei Masern um eine hoch infektiöse Erkrankung, die in rund 0,2 Prozent sogar zum Tod führen kann. Dennoch stieg die Zahl der Masern-Erkrankten in den letzten Jahren stetig an. Wurden im Jahr 2009 571 Erkrankungen gemeldet, waren es im Jahr 2010 bereits 777.

Robert-Koch-Institut will Impfziele benennen und eine Impfquote erreichen

Um die Impfquoten zu erhöhen, schlagen Verantwortliche des Robert-Koch-Instituts jetzt vor, feste Impfziele zu benennen und diese auch umzusetzen. Verantwortliche sollen sich dafür einsetzen, dass die von der Ständigen Impfkommission vorgeschlagenen Impfungen auch umgesetzt werden. Die Ständige Impfkommission hingegen gibt lediglich Vorschläge, welche Impfungen nötig wären, die Umsetzung prüft sie selbst jedoch aktuell noch nicht.

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