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Politik

Rösler will Wahltarife weiter ausbauen

26. April 2011

 

Wenn man der Bild Glauben schenken darf, so plant so plant Gesundheitsminister Philipp Rösler, die Wahltarife der gesetzlichen Krankenkassen abzuschaffen. Rösler selbst dementiert diese Berichte. Mit dem neuen Versorgungsgesetz sollen die Wahlmöglichkeiten für GKV-Versicherte noch weiter ausgebaut werden, so Rösler.

Rösler: „Eine Abschaffung der Wahltarife ist definitiv nicht geplant“

Ein Pressesprecher Röslers sagte, „Eine Abschaffung der Wahltarife ist definitiv nicht geplant“. Das Ministerium wies damit den Bericht der Bildzeitung zurück, in dem von einer Abschaffung aller Wahltarife durch Rösler die Sprache war. So sollten außerdem die Prüfung der Wirtschaftlichkeit aller GKV-Wahltarife verschärft sowie die Kundenbindung abgeschafft werden. Tatsächlich würden so die Wahltarife abgeschafft werden.  Ein Vorstandschef sagte zu BILD: Damit schafft Herr Rösler die Wahltarife faktisch ab, da sie sich ohne Kundenbindung für uns nicht rechnen würden.“

Wahltarife sollen weiter ausgebaut werden

Laut eines Pressesprechers Röslers sollen die Wahltarife im Zuge des neuen Versorgungsgesetzes aber noch weiter ausgebaut, anstatt eingestampft werden. Bisher gibt es schon relativ viele Angebote wie  Tarife mit Kostenerstattungen, Tarife mit Selbstbehalt, Tarife mit Bonuszahlungen sowie Tarife mit Beitragsrückzahlungen. Außerdem auch Wahltarife sowie Zusatzversicherung für den Bereich der alternativen Heilmethoden.

Teure Zusatzversicherung haben laut gehören laut PKV nicht in die GKV

Die PKV sieht Röslers Vorhaben eher skeptisch. Eine Zusatzversicherung für beispielsweise ein Einbettzimmer im Krankenhaus oder die Chefarztbehandlung hätten in der sozialen GKV nicht verloren. Diese Tarife seien eher den Besserverdienenden gedacht, wie es sie in der PKV gibt. Stefan Reker, Sprecher des PKV-Verbandes sagte außerdem, dass aktuell auch noch nicht alle Finanzierungsprobleme geklärt seien. Im Gegensatz zur PKV kann die gesetzliche Krankenkasse einen Wahltarif sofort aus dem Programm nehmen, sollte sich dieses nicht mehr rechnen.  So kann es passieren, dass Versicherte Beiträge für Leistungen zahlen, die sie eventuell niemals erhalten werden. „Dies ist mit dem deutschen Verbraucherschutz nicht vereinbar“, so Reker.

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