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Gesundheit

Robert-Koch-Institut: Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland

18. Juni 2012

Vergangene Woche stellte das Robert Koch Institut in Berlin eine neue Studie vor, welche sich mit dem Thema „Krankheiten von erwachsenen Menschen“ beschäftigte. Die Studie trug den Titel „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS)“. Zwar sind bisher noch nicht alle zusammengetragenen Daten ausgewertet, allerdings lassen sich bereits einige deutliche Feststellungen machen. So ist die Zahl der Diabetes-Patienten sowie der Menschen mit Depressionen oder Burn-Out in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

 

Aktuelle Daten zur Gesundheitssituation in Deutschland

Eine ähnliche Studie wurde zuletzt im Jahre 1998 durch die Bundesgesundheitssurvey des Robert-Koch-Institut durchgeführt. Mit der neuen Studie aktualisiert das Robert-Koch-Institut seine Daten und liefert neue Ergebnisse. Insgesamt wurden für die Umfrage die Angaben von insgesamt 7000 Menschen ausgewertet. Erhoben wurden die Daten zwischen 2008 und 2011 in den verschiedensten Altersklassen. Damit nahmen rund 3000 Menschen mehr an der aktuellen Studie teil, als noch `98 an der Bundesgesundheitssurvey. Neben der Ermittlung des aktuellen Gesundheitszustandes, gibt die Studie auch einen großen Einblick in die derzeitige Krankheitssituation. So lässt sich eine ganz gute Statistik erstellen, welche Krankheiten momentan dominanter auftreten und welche nicht. Wann genau jedoch alle Daten der Studie ausgewertet sind, lässt sich aktuell noch nicht wirklich sagen. Bis es jedoch soweit sein ist, dürften noch einige Jahre vergehen.

 

Psychische Erkrankungen auf dem Vormarsch

Die Vorstellung der Studie erfolgte am vergangenen Donnerstag, den 14.06. in Berlin. Auch Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr war bei der Vorstellung der „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ anwesend. Auch zur aktuellen Krankheitssituation der Deutschen machten die Experten des Robert-Koch-Instituts einige Angaben. So leidet rund ein Viertel aller Deutschen an Fettleibigkeit. Dies kann scheinbar auch ein gesteigertes Interesse der Bevölkerung an Sport nicht stoppen. Im Vergleich mit den Jahren zuvor nahm zudem auch die Zahl der Diabetiker deutlich zu. Während 1998 noch 5,2 Prozent aller Deutschen und der Zuckerkrankheit litten, so sind es heute bereits 7,3 Prozent. Auch zu psychischen Erkrankungen ließ die Studie einige Informationen verlauten. So gäbe es Hinweise darauf, dass psychische Erkrankungen wie Depressionen und Burn-Out heutzutage deutlich öfter auftreten würden, als dies noch früher der Fall war.

 

 

Deutsche treiben mehr Sport

Etwas Positives gab es im Rahmen der Studie jedoch auch zu verkünden. So treiben die Deutschen der Studie zufolge deutlich mehr Sport. So gaben insgesamt rund 2 Drittel aller Befragten an, regelmäßig mindestens einmal in der Woche einer sportlichen Aktivität nachzugehen. Im Vergleich zu den Daten der Studie aus 1998 bedeutet dies eine Steigerung von rund 10 Prozent.

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