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Altersvorsorge

Riester-Rente – will sie keiner mehr haben?

14. März 2014

Riester-Rente soll sich wieder mehr lohnen

Riester-Rente soll sich wieder mehr lohnen

Eine „Absatzdelle“ wird den Riester-Verträgen bescheinigt. Das Neugeschäft war zuletzt zurückgegangen und scheint sich nicht wieder erholen zu können. Woran liegt das?

Versicherer bieten Riester an

Die Lebensversicherer haben außer ihren klassischen Tarifen sowie einigen Besonderheiten seit Jahren die Riester-Produkte im Programm. Inzwischen sind es rund 8% der Beitragseinnahmen, die auf diese Verträge entfallen. Doch 2013 ging das Neugeschäft zurück; einzig die Riester-Fondsparpläne gingen bergauf. Doch der Trend war auf niedrigem Niveau gestartet, denn die vorigen Jahre waren deutlich besser. Sowohl die Versicherer als auch die Fondanbieter wenden sich jetzt wegen staatlicher Hilfe an die Politik.

Die erheblichen Einnahmen durch Riester

Die Einnahmen der Versicherungsgesellschaften werden nicht unerheblich von Riester beeinflusst. 7 Milliarden Euro waren es allein in 2013. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. hat diese Zahl soeben herausgegeben. Insgesamt beträgt die Einnahme aus Riester fast 91 Milliarden.

Brutto-und Nettozugang haben größere Differenz

2013 wurden rund 453.000 solcher Verträge neu abgeschlossen. Das ist immerhin nur dreiviertel so viel wie noch 2012. In den Jahren 6 und 7 waren es jeweils um die 2 Millionen gewesen. Doch ein ständiger Rückgang ist seit 2008 zu verzeichnen. Und was Netto von diesem Zugang übrig blieb, ist ebenfalls nicht berauschend: Der Bestand ist insgesamt sogar rückläufig, wenn auch nur um 0,2 %. Ende des vergangen Jahres waren es nur noch knapp 11 Millionen Policen.

Wo liegen die Ursachen?

Die Differenz ergibt sich daraus, dass mehr Verträge aus dem Bestand gingen, als neu hinzukamen. Doch die Statistik kann nicht zeigen, warum das so ist. Sind es reine Vertragsabgänge, liegt es an Umdeckungen oder anderen Ursachen?

Die Riester-Fondssparpläne

Etwas anders sieht es mit den Fondsplänen aus, die ebenfalls riestergefördert sind. Hier kann ein leichter Anstieg verzeichnet werden. Die Gesamtzahl der Policen liegt beim letzten Jahresende zum ersten Mal jenseits der 3 Millionen. Es gibt sogar netto einen Zugang, auch wenn der Jahreszuwachs geringer ist als in den Jahren vor 2012. Denn dieser liegt aktuell bei rund 40.000 Verträgen, während es in den Jahren 9-11 jeweils um die 140.000 bis 240.000 waren.

Die Politik soll helfen

Die Wachstumsdynamik bei den Riester-Verträgen lässt also insgesamt zu wünschen übrig. Doch sowohl die Versicherungsgesellschaften als auch die Anbieter der Fondverträge wollen die Politik dafür verantwortlich sehen. Die Bundesregierung soll ein Signal setzen, dass den Kunden deutlich macht, dass Riester ein „zentraler Vorsorgebaustein ist“.

Wie soll die Förderung funktionieren

Politisch gefördert werden sollen die Riester-Verträge. Doch wie? Man stellt sich hier verschiedene Maßnahmen vor, wie das Anheben der Grundzulagen, die den Kunden zustehen. Auch eine Vereinheitlichung der Kinderzulage könne helfen. Die Förderhöchstgrenzen sind noch so, wie bei Einführung der Versicherung. Das ist nach Ansicht der Anbieter nicht korrekt. Sie sollen um rund 4 % angehoben werden, oder gleich eine Dynamisierung beinhalten, die weitere Anhebungen automatisch möglich macht.

Weitere Maßnahmen

Noch andere Möglichkeiten sieht man beim Bundesverband Investment und Asset Management e. V. Man solle die Leistungen aus der staatlich geförderten Altersvorsorge nicht auf die Grundsicherung anrechnen und auch Selbstständige sollen „riestern“ dürfen.

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