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Psychiatrie Entgeltgesetz

Psychiatrie-Entgeltgesetz: welche Vorteile die PKV aufweist

13. November 2012

psychiatrische Anstalt

Psychiatrie Entgeltgesetz (Gerd Altman/pixelio.de

Durch Änderung des Psychiatrie-Entgeltgesetzes für voll-und teilstationäre Behandlungen in psychosomatischen und psychiatrischen Fachkliniken wird es mit Beginn des Jahres 2013, ähnlich wie bereits in der somatischen Medizin üblich, ein pauschaliertes Entgeltsystem geben.

Das am 14. Juni 2012 vom Deutschen Bundestag (Drucksache 17/9992) sowie am 6. Juli 2012 vom Bundesrat bestätigte Psych-Entgeltgesetz (Bundesrats-Drucksache 349/12) hat die Aufgabe in einem stufenweisen System, mit Beginn des Jahres 2013, Honorarabrechnungen für Krankenhäuser auf das Pauschalsystem umzustellen.

Umsetzung erfolgt in mehreren Stufen

Zunächst gilt ab Januar 2013 eine freiwillige Umstellung, die ab dem Jahr 2015 verpflichtend umzusetzen ist. Mit dem Jahr 2021 soll die komplette Umstellung auf das pauschalierte Entgeltsystem abgeschlossen sein. Ab dem Jahr 2017 soll zunächst eine so genannte fünfjährige Konvergenzphase einsetzen, in dieser wird die Vergütung stufenweise von den sogenannten individuellen Basisfallwerten auf die sogenannten Landesbasisfallwerte geändert.

Zeit für psychiatrische Kliniken

Damit sich auch die Kliniken auf das neue System einstellen können, sollen Honorarabschläge für die ungeplanten Mehrleistungen zunächst in Höhe von 25 Prozent der üblichen Fallpauschale bis zum Jahr 2014 gültig sein. Danach sind die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen sowie der Krankenhäuser dazu aufgerufen, gemeinsame Lösungsvorschläge für zukünftige Entgeltabrechnungen auf Basis der so genannten Mengensteuerung zu erarbeiten.

Breiter Widerstand gegen Änderung des Psych Entgeltgesetzes

Gegen die Änderung des Psych Entgeltgesetzes formiert sich derzeit massiver Widerstand. So hat sich das Aktionsbündnis „Zeit für psychische Gesundheit“ mit einer Unterschriftenaktion für den Erhalt des Abrechnungssystems an psychiatrischen Kliniken an das Bundesministerium für Gesundheit gewandt. Zu den Mitgliedern des Aktionsbündnis gehören neben Patientenorganisationen auch psychiatrischen Fachgesellschaften und Verbände.

Die Mitglieder des Aktionsbündnisses werfen insbesondere dem Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InE K) vor, dass dieses sich nicht, wie ursprünglich geplant, auf ein tagespauschalisiertes Entgeltsystem geeinigt hat, sondern sich zu sehr am DRG-System der somatischen Medizin orientiert hat.

Besonders gesetzlich Versicherte betroffen

Das neue pauschalierte Entgeltsystem betrifft vor allem Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Bisher war es so, dass Patientinnen und Patienten in psychiatrischen Fachkliniken solange behandelt wurden, bis diese aus psychiatrischer Sicht als stabil und damit entlassungsfähig bezeichnet wurden. Nunmehr kann es sein, dass betroffene Patienten aus Kostengründen frühzeitig entlassen werden.

Vorteile der PKV liegen auf der Hand

Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung stellt die private Krankenversicherung einen privatrechtlichen Vertrag zwischen zwei Geschäftspartnern dar. Die in diesem Vertrag vereinbarten Leistungen sind vom Leistungsträger, also der privaten Krankenversicherung (PKV) zu übernehmen. Wenn im Vorfeld vereinbart wird, dass psychiatrische Leistungen in einem bestimmten Umfang zu übernehmen sind, so muss die private Krankenversicherung diese auch übernehmen. Hier stellt sich der Vorteil der privaten Krankenversicherung dar.

Psychische Erkrankungen auf dem Vormarsch

Angesichts immer weiter steigender psychiatrischer Erkrankungen ist dieser Aspekt hinsichtlich der Auswahl der Krankenversicherungsform nicht außer Acht zu lassen. Wer sich für die private Krankenversicherung und ihre Vorteile interessiert, sollte genau vergleichen. Dieser wertet nicht nur die Vorteile der einzelnen Anbieter aus, sondern vergleicht diese auch in preislicher Hinsicht. Hier lassen sich auch bereits im Vorfeld die gewünschten zu erbringenden Leistungen im Bereich der psychiatrischen Medizin festlegen.

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