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PKV

Private Krankenversicherung Wechsel: Tipps der Finanztest

7. März 2011

Seit Jahresanfang wurden die Beiträge bei vielen privaten Krankenversicherungen angehoben. Der Grund für die PKV Beitragserhöhung sind die steigende Kosten im Gesundheitswesen, aber auch die zunehmende Veralterung der Bevölkerung. Grundsätzlich ist es jederzeit möglich, bei Beitragserhöhungen die private Krankenversicherung zu wechseln. Die nachfolgenden Tipps der Finanztest sollten bei einem PKV-Wechsel jedoch beachtet werden.

 

Ein private Krankenversicherungsvergleich kann grundsätzlich helfen, Kosten einzusparen. Dabei sollte man jedoch nur ausschließlich die Preise im Blick haben, denn so genannte „Billig-PKV-Tarife“ bieten zwar häufig anfangs günstigere Preise, weisen in den Folgejahren jedoch nicht selten drastische Beitragserhöhungen aus. Gleichzeitig bieten diese Tarife oft nur wenig mehr als die gesetzliche Krankenversicherung, so dass ein Wechsel wiederum nicht lohnend ist.

Beitragsentwicklung der privaten Krankenversicherung entscheidend

Aufgrund der Beitragserhöhungen der vergangenen Jahre sollte vor einem Wechsel der private Krankenversicherung auch ein Blick auf die Beitragsentwicklung der PKV geworfen werden. Da es angesichts zahlreicher Faktoren in diesem Bereich nur schwer möglich ist, die durchschnittliche Beitragsentwicklung zu ermitteln, können die Analysen unabhängiger Ratingagenturen für diesen Bereich herangezogen werden. Die Agenturen Morgen & Morgen oder aber Assekurata sowie die Finanzzeitschrift der Stiftung Warentest „Finanztest“ bewerten im Rahmen ihres PKV-Test auch die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen und auch die langfristige Beitragsentwicklung.

Familienkrankenversicherung nur in der GKV

Letztlich ist es auch sinnvoll, die eigene Familienplanung zu berücksichtigen. Junge Menschen, die heute von den erleichterten Wechselbedingungen in die private Krankenversicherung profitieren wollen, können zwar aktuell Beiträge einsparen, müssen ihre Familie dann jedoch oft ebenfalls privat versichern. Auch für Kinder und nicht erwerbstätige Ehepartner sind dann entsprechende Beiträge fällig. Um die Beitragserhöhung im Alter abzusichern kann es zudem ratsam sein, die Beitragsersparnisse langfristig anzulegen und so im Alter für die Finanzierung der Gesundheitskosten heranzuziehen.

 

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