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PKV

Private Krankenversicherung Wechsel: Stiftung Warentest empfiehlt

24. September 2012

Wer freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert ist, der sollte noch im September die gesetzliche Krankenversicherung kündigen und in eine private Krankenversicherung (PKV) wechseln. Insbesondere für Männer stellt dieser Schritt unter Umständen in finanzieller Hinsicht einen großen Vorteil dar, so die Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe 09-2012. Allerdings rät die Stiftung Warentest von einem übereilten Schritt ab. Männer können den Beitragserhöhungen im Zuge der Einführung sogenannter PKV Unisex-Tarife entgehen, wenn sie spätestens bis zum 01. Dezember 2012 eine Private Krankenversicherung abschließen.

 

Beitragssteigerung der PKV für Männer

Ab dem 21. Dezember 2012 wird die PKV für Männer nämlich teurer. Dies ist bedingt durch die Einführung der sogenannten PKV Unisex-Tarife. Die Unisex-Tarife sehen vor, dass für Frauen und Männer gleich hohe Beiträge zur PKV gelten. Grundlage hierfür war ein Gerichtsurteil des Europäischen Gerichtshofes. Dieses sah vor, dass Versicherungen hinsichtlich ihrer Preisgestaltung keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen machen dürfen, da dies als Akt der Geschlechterdiskriminierung zu werten sei. Die Folge ist die, dass die Beiträge für Frauen geringfügig günstiger werden, für Männer jedoch bedeutend teurer. Daher ist ein Wechsel in die PKV vor Einführung der Unisex-Tarife insbesondere für Männer attraktiv lautet das Fazit der Experten der Stiftung Warentest.

 

Wechsel vor dem 21. Dezember 2012: Bestandsschutz garantiert

Für den Versicherungsnehmer gilt dann nämlich der Bestandsschutz. Das bedeutet, die Versicherung genießt auch nach dem Stichtag die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses abgemachten Versicherungskriterien und Beitragspreise. Ein Wechsel in die private Krankenversicherung bietet viele Vorteile. Neben oftmals günstigen Preisen für junge Versicherte locken insbesondere die Chefarztbehandlung und das Einzel- oder Doppelzimmer, im Falle der stationären Krankenhausbehandlung. Trotz vieler Vorteile ist ein Wechsel in die PKV jedoch nicht immer sinnvoll. Daher sollte sich jeder Wechselwillige vor dem Übertritt in die PKV eine Pro- und Kontra-Liste machen und alle Dinge aufschreiben, die für und gegen den Wechsel sprechen. Neben möglichen hohen Beiträgen im Alter kann die PKV auch den Nachteil der Beitragsanpassungen bergen. Zudem ist eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung oftmals nur erschwert möglich oder ab dem 55. Lebensjahr sogar fast unmöglich.

 

PKV: Für Beamte besonders attraktiv

Beamte und Beamtenanwärter beispielsweise werden viele Anhaltspunkte finden, die für den Wechsel in die private Krankenversicherung sprechen. Beamte sind beihilfeberechtigt und dadurch reduziert sich der monatliche Beitrag zur PKV spürbar. Wie auch immer am Ende die persönliche Pro- und Kontra-Liste aussehen mag, für die gesetzliche Krankenversicherung gilt eine Kündigungsfrist von zwei Monaten zum Monatsende. Wer am 1. Dezember 2012 Mitglied der privaten Krankenversicherung sein möchte, der muss noch im September seine gesetzliche Krankenversicherung kündigen.

 

Vergleich der Testberichte von Stiftung Warentest zur privaten Krankenversicherung

Vor dem Wechsel in die PKV sollten sämtliche Tarife einem vergleich unterzogen werden. Zudem kann der Private Krankenversicherung Test der Finanztest bzw. Stiftung Warentest eine sinnvolle Entscheidungshilfe sein. Dadurch lässt sich mittels PKV-Vergleich sowohl eine Preis- als auch eine Leistungsbilanz ziehen und mit anderen PKV-Unternehmen vergleichen. Dadurch ist es dem Interessenten möglich, die beste private Krankenversicherung für sich herauszufinden und somit die besten Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass der Schritt später nicht bereut wird.

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