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PKV

Private Krankenversicherung: Wechsel mit Risikozuschlag ist teuer

18. Mai 2011

Das Kalkül der PKV scheint aufzugehen. Seit Januar haben deutlich mehr Neukunden den Weg in die private Krankenversicherung gesucht als im vergangenen Jahr. Eine Ursache für die Belebung ist sicher die Gesundheitsreform. Schließlich haben es gerade Arbeitnehmer wieder leichter, in die PKV zu wechseln. Allerdings ist der PKV-Wechsel nicht ohne Tücken.

 

Wechsel in private Krankenversicherung: Vorerkrankungen immer prüfen

Insbesondere interessierte Neukunden mit Vorerkrankungen sind angehalten, sich sehr genau mit dem PKV-Wechsel auseinanderzusetzen. Obwohl viele Versicherer mit einem niedrigen Beitrag werben, kann es unter Umständen teuer werden. Da in den Einstiegsbeitrag auch der individuelle Gesundheitszustand einfließt, droht beim Vorliegen von Vorerkrankungen ein Risikoaufschlag.

 

Dieser Aufschlag kann unter Umständen sogar dazu führen, dass sich der anfangs niedrige Beitrag für die PKV verdoppelt. Damit wird die private Krankenversicherung teuer – und zwar auf lange Sicht. Denn die Versicherer müssen keineswegs den Risikozuschlag zurücknehmen. Erst kürzlich urteilte das OLG Karlsruhe gegen einen Privatversicherten.

 

OLG-Urteil wegweisend für Risikozuschlag in PKV

Der Betroffene litt an einer Erkrankung im Bereich der Wirbelsäule, die aus medizinischer Sicht keine Komplikationen bereitet hätte. Allerdings müssen sich – so die Meinung der Richter – die Versicherer hier nicht an die neuesten Erkenntnisse halten, sondern können auf ihre Erfahrungswerte vertrauen. Wer sich für den PKV-Wechsel entschließt, sollte diese Tatsache im Hinterkopf behalten.

 

Versicherungswechsel in PKV planen

Aufgrund der erneuten Gesundheitsprüfung gilt dies auch für Bestandskunden innerhalb der PKV. Wer die Versicherungsgesellschaft wechselt, trägt mitunter ein schweres Erbe mit sich herum. Experten raten daher dringend von übereilten Entscheidungen ab. Vielmehr geht es darum, den PKV-Wechsel trotz Unisex-Tarifen und Zusatzbeitrag in der GKV ausreichend und genau zu planen.

 

 

 

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