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PKV

Private Krankenversicherung: Pflegezusatzversicherung geplant

21. Juni 2011

 

Der Vorstand der privaten Krankenkasse gab nun auf ihrer PKV-Jahrestagung bekannt, dass für 2011 der Aufbau einer ergänzenden, kapitaldeckenden Pflegezusatzversicherung geplant sei. Noch im Sommer 2011 sollen Eckpunkte zu einer entsprechenden Reform vorgestellt werden.

 

Pflegezusatzversicherung in der PKV

Der politische Druck auf die private Krankenkasse wird immer größer. Mit der geplanten Pflegezusatzversicherung reagiert der PKV-Vorstand auf die immer weiter alternde Bevölkerung. Bisher gab es in der PKV keine Pflegeversicherung. Reinhold Schulte, Vorstandsvorsitzender der PKV sagte auf der Jahrestagung: „Noch sei es früh genug, um in die ergänzende Kapitaldeckung einzusteigen.“ Bereits die Koalitionsvereinbarung von Union und FDP beinhaltete den Aufbau einer privaten Pflegeversicherung. Doch da beide Seiten verschiedene Ansichten zum Finanzierungsmodell hatten, wurde dieses erst einmal auf Eis gelegt.

 

Aufbau der Kapitaldeckung müsse sofort geschehen

Probleme in der Pflegezusatzversicherung sehen Experten erst im Jahre 2050 bis 2060. Dort wird der Höhepunkt des demografischen Wandels für diesen Zeitraum erwartet. Noch sei es aber früh genug, um ein entsprechend großes Kapital aufzubauen. Es müsse nur sofort mit dem Aufbau der Kapitaldeckung angefangen werden, jede weitere Verzögerung würde die Kosten für die Versicherten nur in die Höhe treiben, sagte Schulte.

 

 

Kapitalstock müsse außerhalb staatlichen Einflusses verwaltet werden

Sollte die PKV mit der Kapitalbildung Erfolg haben, so müsse der Kapitalstock unbedingt außerhalb des staatlichen Einflusses untergebracht werden. Zu schnell könnte die Politik in Versicherung geraten, das Kapital für andere Bereiche als für die Pflege zu nutzen. Dies sei in der Vergangenheit schon zu oft vorgekommen. Man wolle die Lebensqualität der alternden Bevölkerung auf lange Zeit sichern, so Schulte.

 

 

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