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PKV

Private Krankenversicherung: günstiger Beitrag in jungen Jahren

27. Juni 2012

Wer in jungen Jahren eine private Krankenversicherung abschließt, kann oftmals gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung viel Geld sparen. Sowohl Selbstständige, Beamte als auch Arbeitnehmer, die oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze verdienen, können Mitglied einer privaten Krankenversicherung (PKV) werden.

 Die privaten Krankenversicherer werben oft mit sehr günstigen Einsteigertarifen, für zum Teil unter 100 Euro monatlich. Im Alter jedoch steigen die Beiträge zur privaten Krankenversicherung oftmals stark an. Viele ältere privat Versicherte wollen daher gerne wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zurück. Ist es also möglich, in jungen Jahren die Vorteile der privaten Krankenversicherung in Anspruch zu nehmen und im Alter die Vorzüge einer günstigeren gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)?

Beitragsberechnung in GKV und PKV unterschiedlich

Der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung orientiert sich bis zur Höhe der Beitragsbemessungsgrenze am Bruttoeinkommen. Derzeit liegt der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung bei 15,5 Prozent. Von diesem Betrag zahlt der Arbeitgeber 7,3 Prozent, d er Arbeitnehmer 8,2 Prozent. Der Beitrag zur privaten Krankenversicherung wird unabhängig von der Höhe des jeweiligen Einkommens erhoben. Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung müssen Ehepartner oder Kinder des Versicherten, sofern diese kein eigenes Einkommen erwirtschaften, eine eigene private Krankenversicherungspolice abschließen. Viele ältere privat Krankenversicherte müssen vielfach sehr hohe Beiträge zahlen. Für ein Ehepaar können so monatlich durchaus Beiträge von rund 1300 Euro monatlich zusammenkommen.

In Ausnahmefällen ist eine Rückkehr von der PKV zur GKV im Alter möglich

Grundsätzlich hat der Gesetzgeber Regulationsmechanismen eingebaut, damit der Versicherte sich nicht die „Versicherungsrosinen“ herauspickt und jeweils das günstigere System nutzen kann. In einigen Ausnahmefällen ist eine Rückkehr zur GKV aber für ältere privat Krankenversicherte möglich. Zunächst einmal gilt, dass es für den Wechsel eine Altersobergrenze von 55 Jahren gibt. Versicherte, die diese Altersgrenze überschritten haben, können nicht mehr in die GKV zurück. Daneben gibt es auch noch das Einkommen, das eine Möglichkeit für eine Rückkehr in die GKV bietet. Hat ein Arbeitnehmer ein jährliches Einkommen von 50850 Euro in zwei aufeinanderfolgenden Jahren nicht überschritten, so besteht eine Möglichkeit zum Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung. Zudem ist bei einer eingetretenen Arbeitslosigkeit ein Wechsel in die GKV möglich.

PKV: Besonders für Studenten attraktiv

Im Gegensatz zur privaten Krankenversicherung können insbesondere ältere Arbeitnehmer bei der gesetzlichen Krankenversicherung mit einer Erstattung medizinischer Leistungen rechnen. Bei der privaten Krankenversicherung verbleibt oft ein nicht kalkulierbarer Eigenanteil. Es sei jedoch darauf verwiesen, dass in jungen Jahren eine private Krankenversicherung durchaus die günstigere Alternative darstellen kann. Dies gilt insbesondere für Singles. Auch Studenten können das günstige Angebot der PKV nutzen. Diese können dann nach Beendigung des Studiums sogar noch einmal wählen, ob sie zukünftig gesetzlich oder privat krankenversichert sein wollen.

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