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PKV

Private Krankenversicherung: Arbeitgeberzuschuss als Arbeitgeberanteil zur PKV

5. September 2012

Während in den Medien immer häufiger von steigenden Beiträgen der PKV die Rede ist, wird verschwiegen, dass zumindest für die Gruppe der Angestellten der Arbeitgeber ebenfalls einen Beitrag zur Privaten Krankenversicherung leistet, den Arbeitgeberzuschuss zur PKV. Der Zuschuss vom Arbeitgeber ist zudem steuerfrei. Der  Arbeitgeberanteil zur privaten Krankenversicherung ist zudem auch für eigene Kinder und die Ehepartner erhältlich. Darauf besteht ein Anspruch seitens des Arbeitnehmers.

 

Berechnung des Arbeitgeberanteils und Arbeitnehmeranteils zur privaten Krankenversicherung

Der Arbeitgeberanteil berechnet sich dabei wie folgt. 7,3 Prozent von maximal 3825 Euro = 279,23 Euro. Dabei stellen die 7,3 Prozent den Arbeitgeberpflichtanteil der gesetzlichen Krankenkasse dar. Die 3825 Euro bezeichnen die monatliche Beitragsbemessungsgrenze. Beides multipliziert ergibt den Arbeitgeberpflichtanteil zur Privaten Krankenkasse (PKV). Der Arbeitnehmeranteil wird indes nach dem Schema 8,2 Prozent von 3825 Euro = 313,65 Euro berechnet. Dies ist demnach der Anteil, den der Arbeitnehmer an die Private Krankenversicherung direkt von der Gehaltsabrechnung abführt. Für diesen Betrag gibt es indes innerhalb der PKV bereits Komforttarife mit einem breiten Leistungsspektrum wie Chefarztbehandlung, Einschluss von Heilpraktikerleistungen sowie besonderen Zahnimplantaten oder eine geringe bis keine Selbstbeteiligung.

 

Wechsel in günstigen PKV Tarif noch bis zum 30.September möglich

Für Arbeitnehmer besteht zudem noch die Möglichkeit, bis zum 30.09.2012 aus einem teuren Tarif in einen günstigen PKV Tarif zu wechseln. Weil viele Anbieter der PKV bereits für das Jahr 2013 eine Beitragserhöhung angekündigt haben, kann sich deshalb ein Wechsel des Tarifs durchaus lohnen. Dies gilt umso mehr, als dass privat dann nicht noch mehr bezahlt werden muss, als auf der Gehaltsabrechnung aufgeführt wurde. Insbesondere die Central, die Hallesche Krankenversicherung und die Gothaer Krankenversicherung haben bereits für 2013 zum Teil deutliche Beitragssteigerungen angekündigt.

 

 

Solider PKV Tarif schon ab 150 Euro erhältlich

Viele Anbieter werben indes immer noch mit den sogenannten Discounttarifen, die schon ab 49 Euro zu erhalten sind. Das Niveau der Leistungen liegt hierbei oftmals weit unterhalb dem der Gesetzlichen Krankenversicherung. Um ein gutes Preis-Leistungsverhältnis zu erhalten, sollte der Beitrag daher bei mindestens 150 bis 200 Euro angesiedelt sein. Bei dieser Preisspanne ist durchaus ein solider Tarif mit guten Leistungen möglich. Während die PKV neben den Leistungen für zahnärztliche Implantate und Zahnersatz auch bei stationärem Aufenthalten entweder ein Einzelzimmer oder ein Doppelzimmer nebst Chefarztbehandlung gewährleistet, bietet die GKV nur einen Basisschutz an medizinischen Leistungen.

 

Preisunterschiede von 2000 Euro pro Jahr in der PKV möglich

Die PKV-Anbieter umwerben derzeit vor allem junge gesunde Personen. Für diese werden sehr gute Leistungen oftmals zu sehr günstigen Konditionen angeboten. Stiftung Warentest hat bei den PKV-Anbietern jedoch teilweise Preisunterschiede von bis zu 2000 Euro im Jahr ausmachen können. Trotz aller negativer Presse bietet die PKV ein besseres Angebot als die GKV. Als Arbeitnehmer kann dieser Leistungsunterschied durchaus auch in einem bezahlbaren Rahmen gehalten werden, dank der Arbeitgeberanteile.

Somit ergibt sich zusammen mit dem Arbeitgeberanteil als steuerfreiem Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung ein relativ günstiger Beitrag, mit dem eine solide und komfortable Absicherung möglich wird.

 

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