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GKV

Prämienzahlungen bei den gesetzlichen Krankenversicherungen

25. Februar 2014

Rückzahlungen an die Versicherten

Rückzahlungen an die Versicherten

Zweiundzwanzig der gesetzlichen Krankenversicherungen wollen Prämien für ihre Mitglieder ausschütten. Die Höhe variiert – es sind zwischen 30 und 139 Euro im Gespräch. So werden die Versicherten an dem Plus beteiligt, welches die Kassen im letzten Jahr erwirtschaften konnten.

Gute Ergebnisse bei den gesetzlichen Krankenkassen

Für das letzte Versicherungsjahr haben fast allen Krankenkassen gute Geschäftsergebnisse gemeldet. Viele von ihnen wollen ihre Mitglieder an dem Plus teilhaben lassen, indem sie Prämien ausschütten. Allerdings nur an die zahlenden Mitglieder – wer beitragsfrei mitversichert ist, wie beispielsweise Kinder, erhalten die Prämie nicht. Im Gespräch sind die Zahlungen bei einigen Betriebskrankenkassen wie von Daimler oder Mobil Oil. Aber auch branchenübergreifenden Kassen wie der TKK.

Lohnt ein Wechsel?

Aller 18 Monate darf ein gesetzlich Versicherter die Krankenkasse wechseln. Auch wer von diesem Recht innerhalb des Jahres Gebrauch macht,  bekommt seine Prämie noch ausgezahlt. Ebenso umgekehrt: wechselt man zu einer Prämien zahlenden Kasse, bekommt man die Zahlung auch, wenn man erst spät im Jahr dort Mitglied wird.

Wer kann zu welcher Kasse wechseln?

Im Prinzip muss jede Kasse innerhalb ihres Öffnungsgebietes Jeden versichern. Allerdings gibt es bei manchen Versicherungen Einschränkungen – wie einige BKKs, die nur Betriebsangehörige in ihren Reihen versichern oder spezielle Landwirtschaftsversicherungen, für die man in dieser Branche tätig sein muss. Doch prinzipiell steht jede gesetzliche Kasse allen gesetzlich Versicherten offen. Im Zweifelsfall hilft eine Nachfrage.

Bei der Steuererklärung muss die Rückzahlung beachtet werden

Arbeitnehmer, die im nächsten Jahr ihre Steuererklärung für 2014 machen, sollten jedoch beachten, dass eine eventuelle Rückzahlung angegeben werden muss. Bei der Summe der gezahlten Versicherungsbeiträge wird die Zahlung abgezogen.

Gesetzliche Änderungen beim Kassenbeitrag

Eine Reform der Finanzierung soll politisch beschlossen werden. Dabei werden solche Prämienzahlungen künftig ausgeschlossen, jedoch andererseits auch die pauschalen Zusatzbeiträge. Je nach Einkommen können dann prozentual zusätzliche Beiträge gefordert werden. Die Kassen haben zwar momentan zumeist einen guten wirtschaftlichen Hintergrund, aber Experten gehen davon aus, dass dieser durch hohe Kosten abgeschmolzen werden wird und dann die Kassenbeiträge in den nächsten Jahren steigen.

Von gesetzlich zu privat versichert?

Ein Trend hat eingesetzt: wer gesetzlich versichert ist, möchte nicht mehr so häufig in die Private wechseln, wie das noch vor einiger Zeit der Fall war. Die drei größten Krankenkassen gaben an, dass nur noch halb so viele Mitglieder wechselten, als im Jahr 2009; nämlich statt rund 88.000 nur noch 44.000 Versicherte. Und mehr noch: eine gegensätzliche Bewegung ist erkennbar: Im Jahr 13 haben etwa 84.000 Mitglieder der privaten Krankenkassen diese in Richtung Gesetzliche verlassen.

Warum möchte man nicht mehr privat versichert sein?

Beitragserhöhungen für Mitglieder der privaten Krankenkassen haben sich mit den Jahren summiert – vor allem für Versicherte über 45 Jahre und solche mit Kindern. Allerdings ist ein Wechsel zur Gesetzlichen nur in engen Grenzen möglich. Doch wer die Chance sieht, scheint diese immer öfter zu ergreifen. Beispielsweise ist die Möglichkeit dann gegeben, wenn man für mindestens ein Jahr unter die Versicherungspflichtgrenze gefallen ist. Diese liegt bei 49.500 Euro im Jahr. Auch bei Arbeitslosigkeit kann man zurück in die Gesetzliche. Doch wer 55 Jahre oder älter ist, kann nicht mehr zurück, auch wenn die o. g. Bedingungen erfüllt wären.

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