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PKV

PKV: Zahlreiche beitragsstabile PKV-Tarife

2. Januar 2012

Vielen Versicherten bereiteten die Beitragserhöhungen der privaten Krankenversicherer zum Jahresende große Kopfschmerzen. Offiziell war von 40-prozentigen Anpassungen die Reden, einige Verbraucherschützer berichteten jedoch auch von Anpassungen um die 60 Prozent. Jedoch gab es auch eine Vielzahl von Tarifen, die 2011 recht stabil überstanden. Teilweise waren in einigen  Tarifen sogar Beitragssenkungen möglich.

 

Beitragsstabile Tarife bei vielen Krankenversicherern

Angesichts der Vielzahl an Meldungen über die hohen Beitragsanpassungen 2012 geriet so mancher Krankenversicherer mit beitragsstabilen Tarifen in den Hintergrund. Lag die durchschnittliche Beitragsanpassung in den vergangenen Jahren bei instabilen Versicherern bei ca. 7 Prozent, so konnte beitragsstabile Versicherer eine gute Quote von ca. 3 Prozent aufweisen. Größter Kostenpunkt in der privaten Krankenversicherung sind die Ausgaben für medizinische Leistungen. Die Kosten für derartige Leistungen steigen pro Jahr durchschnittlich um 5 Prozent. Sehr lobenswert scheint es da zu sein, dass einige Krankenversicherer es schafften, ihre Anpassungen unterhalb der medizinischen Inflation vorzunehmen.

 

Morgen & Morgen führt Stabilitätsranking durch

Das Analysehaus Morgen & Morgen führte ein Rating zu den stabilsten Krankenversicherern auf 10 Jahre gesehen durch. Unter anderem konnten dort die DEVK, die DKV und die HanseMerkur bei den Tarifen für Männer und Frauen punkten. Aber auch die Alte Oldenburger sowie die Süddeutsche Krankenversicherung konnten mit ihrem Tarif-Portfolio bei den Ratingexperten punkten. Auch die Hallesche Krankenversicherung lag aufgrund ihrer Beitragsgarantie für 2012 gut im Rennen. Für viele Versicherte bildet das Morgen & Morgen Rating eine gute Orientierungshilfe. Häufig ist es für Laien schwierig, sich einen Überblick über die stabilen Krankenversicherer zu verschaffen. Hierzu sind tiefergehende Kenntnisse über Tarife, die Ein- und Ausgaben sowie die Anlagepolitik des Krankenversicherers von Nöten.

 

 

Strengere Annahmebedingungen & Bonitätsprüfungen 2012

Aufgrund einer Vielzahl von nichtzahlenden Versicherten, wird auch die Annahmepolitik der Krankenversicherer immer wichtiger. So verschärfte 2011 eine Vielzahl der privaten Krankenversicherer ihre Annahmebedingungen und führten strengere Bonitätsprüfungen ein. Neben der Central Krankenversicherung änderten auch die AXA sowie die HanseMerkur ihr Annahmeregelwerk. Aufgrund der häufigen Zahlungsausfälle bei Selbstständigen und Freiberuflern führten einige Krankenversicherer für diese Berufsgruppen besonders strenge Richtlinien ein. So müssen Selbstständige, die eine Krankenversicherung bei der AXA beantragen wollen, einen Nachweis über die gezahlten Beiträge ihrer Vorversicherung erbringen. Hierbei darf maximal ein Beitragsrückstand von einem Monat bestehen, andernfalls ist es für den Antragssteller nicht möglich, sich bei der AXA zu versichern.

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