zum Inhalt

Gesundheit

PKV will Benachteiligung von Krebspatienten beenden

15. August 2012

Die Änderung der Arzneimittelverordnung wird durch den Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) stark kritisiert. Nicht nur die geplante Honorarerhöhung für Apotheken wird seitens der PKV angegangen, sondern auch die Verordnung selbst wird kritisiert. Zudem kritisiert der PKV-Verband, dass es zu Nachteilen von privat Versicherten beim Bezug von Krebsmedikamenten komme. Die PKV will insbesondere den § 5 der AMPreis O neu geregelt wissen. Dieser Paragraph regelt die Apothekerzuschläge bei der Herstellung von Stoffen.

 

Medikamentenrabat auf Zytostatika für Privatpatienten

Der Verband der Privaten Krankenversicherung wünscht hier eine gesetzliche Klarstellung, die den Apotheken bei der Versorgung von privat versicherten Krebspatienten eine verbindliche Verwendung von Wirkstärken-Packungsgößen-Kombinationen verordnen soll. Dies sei nicht nur wirtschaftlich, sondern können auch die Nachteile im Bezug von Zytostatika von privat Versicherten beseitigen, so die PKV.

 

PKV: Gesetzliche Regelung für Teilmengen von Fertigarzneimitteln gefordert

Nach Angaben der PKV gibt es Arzneimittelverwurf, in den Apotheken, wenn diese Zubereitungen aus Fertigarzneimitteln herstellen würden. Die PKV will deshalb eine Regelung herbeigeführt wissen, die die Teilemengen von Arzneimittelpackungen regelt. Nach Ansicht der PKV dürfe dies nämlich nur anteilig erfolgen. Nach Ansicht der Privaten Krankenversicherung sollten die Restmengen nicht komplett aufgebrauchter Arzneimittel nur dann abgerechnet werden dürfen, wenn dies unvermeidbar gewesen sei und eine Weiterverwendung, beispielsweise bei lichtempfindlichen Arzneimitteln nicht mehr möglich ist. Zudem will die Private Krankenversicherung erreichen, dass die Apotheken etwaige Einkaufsvorteile beim Fertigarzneimittelbezug, die zur Herstellung der Krebsarzneimittel notwendig sind, an die PKV-Versicherten weitergeben.

 

GKV: 15. AMG-Novelle ermöglicht es der GKV zu sparen

Die PKV verweist hier insbesondere darauf, dass die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) bereits seit Verabschiedung der 15. AMG-Novelle entlastet werden würde. Nach dieser Bestimmung hat die Apotheke der gesetzlichen Krankenkasse nur die tatsächlich vereinbarten jeweiligen Einkaufspreise zu berechnen. Die gesetzlichen Krankenkassen besitzen zudem Kontrollmöglichkeiten hinsichtlich der Bezugsquellen der Arzneimittel sowie der tatsächlich angefallenen Einkaufspreise. PKV-Versicherte müssen stattdessen meistens den Listenpreis nach der sogenannten Lauer-Taxe bezahlen.

 

Apotheken sollen Privatpatienten Preisnachlässe von 20 Prozent auf den Listenpreis gewähren

Der PKV-Verband schlägt derweil vor, dass die Apotheken, die die Zytostatika herstellen den PKV-Patienten einen Abschlag von etwa 20 Prozent auf den Listenpreis gewähren. Für den Herstellungsvorgang des Zytostatika erhält die Apotheke bereits jeweils 90 Euro. Die PKV fordert zudem eine gesetzliche Regelung, die die privat Versicherten vor zu hohen Abgabepreisen von Arzneimitteln schützt. Überhöhte Abgabepreise können insbesondere den PKV-Versicherrten dann entstehen, wenn die Apotheke, welche die Zytostatika herstellt, sogenannte generische Arzneimittel der Hersteller verwendet, an der die jeweilige Apotheke selbst beteiligt ist. In diesen Fällen fordert die PKV, dass der jeweilige Apothekereinkaufspreis als maßgeblich angesetzt werden solle, der dem jeweils zweitgünstigsten Apothekeneinkaufspreis mit dem jeweiligen Wirkstoff entspricht. Dieser Preis wiederum ergibt sich aus dem jeweiligen Abgabepreis der Pharmaunternehmen.

Weitere Artikel aus dieser Kategorie