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PKV

PKV Wechsel: Unisex Tarife mit Tücken

30. April 2011

Die PKV Unisex-Tarife kommen. Und die private Krankenversicherung warnt bereits jetzt vor den Folgen. Denn mit seinem Urteil von Anfang März hat der EuGH zur Zäsur in der privaten Versicherungsbranche angesetzt. Alte Prinzipien werden über den Haufen geworfen, mit Beitragssteigerungen ist zu rechnen. Jetzt noch schnell die Krankenversicherung wechseln – so lautet der Rat vieler Makler und Experten.

 

Gefahren eines schnellen Versicherungswechsels

Der PKV Wechsel nur unter dem Eindruck der Unisex-Tarife ist aber alles andere als ein leichtes Stück Arbeit. Oder besser – sollte es nicht sein. Denn wer vorschnell und ohne gründlichen Check einfach in die PKV einsteigt, muss sich am Ende nicht wundern, dass er zu denen gehört, die mit der Entscheidung unzufrieden sind. In der privaten Krankenversicherung existieren zu viele Klippen, die in Ruhe und besonnen umschifft werden wollen.

 

Dazu gehört ein ausgewogenes Verhältnis aus Beitrag und Leistung genauso wie eine hohe Beitragsstabilität. Nur in die PKV jetzt zu wechseln, um den Unisex-Tarifen zu entgehen, ist schlicht falsch. Ansonsten steht man in drei bis vier Jahren vor einem erneuten Versicherungswechsel. Und muss dann erst recht in den sauren Apfel beißen.

 

 

Der PKV-Wechsel muss sich lohnen

Fakt ist zwar, dass gerade Männer in Zukunft bei Neuabschlüssen tiefer in die Tasche werden greifen müssen. Auf Teufel komm raus eine PKV zu suchen, macht aber wenig Sinn. Die Unisex-Tarife müssen laut EuGH erst Ende 2012 eingeführt werden. Und bis dahin sollte Zeit sein, einen gründlichen PKV Vergleich der Leistungen durchzuführen. Lockangebote sollten Neukunden von Haus aus kritisch betrachten. Und die Unterstützung unabhängiger Verbraucherorganisationen und Ratings suchen.

 

 

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