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PKV

PKV: Wechsel durch Wahltarif verhindert

5. April 2011

Pünktlich zum Jahreswechsel hatte die Bundesregierung die Versicherungspflichtgrenze in der PKV gesenkt und damit unzähligen gesetzlich Krankenversicherten den Wechsel in die private Krankenversicherung geebnet. Doch wer glaubte, der Austritt aus der gesetzlichen Krankenversicherung sei relativ problemlos möglich, sah sich getäuscht. Eine Reihe von großen Gesellschaften untersagt den Wechsel ihrer Mitglieder mit der Forderung, zuerst die Mindestlaufzeiten bei abgeschlossenen Wahltarifen einzuhalten. Das Bundesversicherungsamt hat nun alle gesetzlichen Kassen aufgefordert, den Wechsel zuzulassen – doch die Weigerung der gesetzlichen Kassen hält an.

Bundesversicherungsamt drängt GKV

Erst kürzlich hatte das Bundesversicherungsamt die gesetzlichen Kassen aufgefordert, ihre Mitglieder in die private Krankenversicherung wechseln zu lassen. Die Begründung – die Einhaltung der Mindestlaufzeiten bei einem Wechsel sei nichtig. Diese Auffassung wird von vielen Kassen allerdings keineswegs geteilt. Die KKH Allianz und der Verband der Ersatzkassen, der mehr als 25 Millionen Mitglieder zählt, wollen ihre Versicherten keinesfalls ziehen lassen – denn sie würden vor allem die Besserverdienenden an die PKV verlieren, die zu einem großen Teil zu den hohen Einnahmen der Versicherungen beitragen!

PKV begrüßt Machtwort des Bundesversicherungsamtes

Wechselwillige, die bei ihrer Versicherung auf taube Ohren stoßen, können sich an das Bundesversicherungsamt wenden, so wurde in dieser Woche bekannt. Vom Verband der Privaten Krankenversicherung dagegen wurde der Ansatz des Bundesversicherungsamts sehr begrüßt.

Wahltarif vermiest Versicherten den Wechsel in die private Krankenversicherung

Für die Versicherten hat die Erfüllung der Mindestvertragslaufzeit vor allem einen Nachteil – können sie erst in zwei oder drei Jahren in die PKV wechseln, würde ein in dieser Zeit auftauchende Krankheit unter Umständen die Krankenversicherungsbeiträge in die Höhe treiben. Schon deshalb wird es interessant sein, wie sich das Bundesversicherungsamt hier mit den Krankenkassen verständigt.

 

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