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PKV

PKV: Was leisten die privaten Krankenversicherungen für Allergiker?

25. Oktober 2011

Allergien sind eine Überreaktion unseres Immunsystems auf Fremdkörper, die eigentlich harmlos sind. Die Anzahl der Allergiker steigt mit jedem Jahr an. Dementsprechend haben auch die privaten Krankenversicherungen immer mehr damit zu tun. Wer als Allergiker in eine private Krankenversicherung wechseln will, wird also nicht als erste Wahl betrachtet. Private Krankenkassen sind gewinnorientierte Unternehmen und sie wollen an ihren Kunden verdienen und nicht für sie Geld ausgeben. Daher werden Menschen mit chronischen Leiden – und dazu gehören Allergien – von den PKVs nur ungern angenommen und wenn, dann meist zu einem höheren Beitragssatz.

 

Krankenkassenwechsel trotz Vorerkrankung

Trotzdem kann sich auch für einen Allergiker der Wechsel zu einer privaten Krankenkasse lohnen. Oft sind die Beiträge selbst bei chronischen Krankheiten in den PKVs noch geringer als in den gesetzlichen Versicherungen. Allerdings geht es ja nicht nur um die Beitragssätze, sondern auch um die Leistungen. Grundsätzlich werden von allen Versicherungen, gleich ob gesetzlich oder privat die Kosten für den Allergietest übernommen, wenn ein Arzt diesen für notwendig erachtet. Steht die Art und Schwere der Allergie fest, werden die Allergiemittel ebenfalls sowohl von den privaten als auch von den gesetzlichen Kassen übernommen. Neben Medikamenten werden auch die Kosten für die Desensibilisierung gezahlt. Hier haben die privaten Versicherungen einen großen Vorteil. Sie zahlen auch für ungewöhnliche und alternative Behandlungstherapien, wie etwa Akupunktur. Allerdings müssen auch hier, wie bei jeder Behandlung, die Kosten zunächst vom Patienten vorgestreckt werden. Die Versicherung erstattet diesen Betrag später.

 

Allergie kann zu Ablehnung führen

Allerdings ist auch auf die Schwere der Behinderung zu achten. Besonders starke Allergien oder multiple Allergien werden von den privaten Versicherungen eher abgelehnt. Sollten diese Allergien erst im Laufe des Versicherungsverhältnisses auftreten, werden betroffene Patienten nicht selten vergrault. D.h. ihnen wird es schwer gemacht, an die ihnen zustehenden Finanzen heranzukommen.
Ob der Wechsel zu einer privaten Versicherung sinnvoll ist, muss in jedem Einzelfall selbst entschieden werden.

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