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PKV

PKV: Was bei einem Wechsel 2012 berücksichtigt werden sollte

13. Februar 2012

Trotz einer leichten Erhöhung der Versicherungspflichtgrenze 2012 auf 50.850 Euro finden sich auch in diesem Jahr viele Versicherte, die gerne aus der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln möchten. Auch wenn am Anfang des Jahres immer wieder Stimmen nach einer großen Abwanderung der Privatversicherten in die GKV laut wurden, so scheint sich dieser Umstand zumindest statistisch nicht bestätigen zu lassen, da auch 2010 wieder deutlich mehr Versicherte in die private Krankenversicherung als aus ihr heraus wechselten. Wer jedoch 2012 zu einem PKV-Wechsel tendiert, sollte sich zunächst einige wichtige Punkte klarmachen und diesen Schritt gut überlegen. Im Gegensatz zur GKV existieren in der PKV einige große Unterschiede in der Krankenversicherung.

 

Gesundheitsprüfung:

Wer sich in der PKV versichern möchte, der muss zunächst eine Gesundheitsprüfung ablegen. Werden dabei Vorerkrankungen festgestellt, so kann dies zu einer Erhöhung der Beiträge durch einen Risikozuschlag kommen. Stellt die Vorerkrankung dabei ein zu großes Risiko für den Versicherer dar, so kann er eine Krankenversicherung auch gänzlich ablehnen. Dies gilt für alle nicht beihilfeberechtigten Berufsgruppen. Wer sich jedoch beispielsweise als Beamter in der PKV versichern möchte, der muss aufgrund des Kontrahierungszwanges bei Beihilfeberechtigten auch aufgenommen werden, zu einem maximalen Risikozuschlag von 30 Prozent.

 

Beitragsberechnung in der privaten Krankenversicherung:

Während die Beitragsberechnung in der gesetzlichen Krankenversicherung nach dem Solidaritätsprinzip erfolgt, ist die Beitragsberechnung der privaten Krankenversicherung nach dem Äquivalenzprinzip ausgerichtet. Neben dem gewählten Leistungsumfang spielen jedoch auch noch weitere Faktoren in die Beitragsberechnung hinein:

  • Alter
  • Geschlecht
  • Gesundheitszustand

Dabei gilt, je älter ein Versicherter ist, desto höher fällt auch der zu zahlenden Beitrag aus. Dies hängt mit dem erhöhten Krankheitsrisiko im höheren Alter zusammen. Auch das Geschlecht spielt bei der Beitragsberechnung in der PKV eine große Rolle. Aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung müssen Frauen in der privaten Krankenversicherung häufig einen deutlich höheren Beitrag zahlen als Männer. Dieser Umstand dürfte sich jedoch mit der Einführung der Unisex-Tarife in der PKV Ende 2012 ändern. Alle Krankenversicherer müssen dann für Männer und Frauen den gleichen Beitrag erheben. Dies betrifft jedoch nur die Neukunden der PKV, Bestandskunden betrifft diese Änderung nicht.

 

 

Leistungen:

Der größte Unterschied zu den gesetzlichen Krankenversicherern liegt in der PKV in ihren sehr guten Leistungen. Während in der GKV jeder Versicherte die gleichen Leistungen erhält, können sich Privatversicherte ihren eigenen Tarif je nach Bedürfnissen selbst zusammenstellen. Der Fantasie sind dabei fast keine Grenzen gesetzt, von der Chefarztbehandlung bis hin zum Einzelbettzimmer im Krankenhaus, sind so ziemlich alle Leistungen versicherbar. Dabei gilt je höherwertig die Leistungen, desto teurer auch die Krankenversicherungen. Da jedoch fast jeder Krankenversicherer die Leistungen zu einem anderen Preis anbietet, lohnt sich häufig ein ausführlicher Vergleich. Wer sich unsicher ist, sollte einen unabhängigen Versicherungsexperten aufsuchen und diesen mit der Suche nach einem geeigneten PKV Tarif beauftragen.

 

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