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PKV

PKV: Vorteile einer Beihilfeversicherung

1. Juni 2012

Während vielen Berufsgruppen der Eintritt in die PKV verwehrt bleibt, können Beamte und Beamtenanwärter problemlos in die private Krankenversicherung wechseln. Oftmals bleibt ihnen aufgrund der gesetzlichen Gegebenheiten sogar keine andere Wahl, da sie anstatt des Arbeitgeberzuschusses die sogenannte Beihilfe erhalten, welche jedoch nur auf eine private Krankenversicherung angerechnet werden kann. Um den Bedürfnissen von Beihilfe-Berechtigten gerecht zu werden, bietet die private Krankenversicherung spezielle Beihilfetarife an.

 

Beihilfeversicherung für Beamte

Bei der Beihilfe handelt es sich um eine eigenständige Krankenfürsorge für Beamten, siehe die Erläuterungen zur Beihilfeversicherung bei Versicherungszentrum.de. Die Höhe der Beihilfe unterscheidet sich dabei je nach Bundesland und liegt dabei zwischen 50 und 80 Prozent des Beitrags zur Krankenversicherung. Lediglich die anfallenden Restkosten, also 20 – 50 Prozent müssen dann über eine Restkostenversicherung abgedeckt werden. Die Versicherungspflicht gilt auch für Beamte, allerdings steht es ihnen frei, sich in der gesetzlichen oder in der privaten Krankenversicherung zu versichern. Da die Beihilfe jedoch nur für die private Krankenversicherung gezahlt wird, wählen rund 90 Prozent diese Variante des Krankenschutzes.

 

Wer hat Anspruch auf Beihilfe?

Abgeschlossen werden können die speziellen Beihilfe-Tarife von allen Personengruppen, die eine Beihilfeberechtigung besitzen. Dazu gehören Beamte, Richter sowie Versorgungsempfänger und Soldaten. Aber auch Beamtenanwärter haben ein Recht auf Beihilfe. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Beihilfe zudem auch für Ehegatten und Kinder in Frage kommen. Dabei darf das Einkommen des jeweiligen Ehepartners nicht über 18.000 Euro im Jahr liegen (Beihilfevorschrift je nach Bundesland unterschiedlich). Besteht bei den Kindern noch ein Anspruch auf Kindergeld, so kann auch hier der Beihilfeanspruch geltend gemacht werden. Während es früher noch Krankenkassen gab, die als spezielle Beamtenkrankenkassen galten, bietet heute so ziemlich jeder private Versicherer spezielle Tarife für Beihilfeberechtigte an. So hat z.B. die Signal Iduna diverse Angebote zur Krankenvollversicherung für Beihilfeberechtigte in ihrem Portfolio.

 

 

Beihilfeablöseversicherung

Die Krankenversicherung für Beihilfeberechtigte gilt es jedoch nicht zu verwechseln mit der Beihilfeablöseversicherung. Diese deckt die Bundesbeihilfeansprüche des Beihilfeberechtigten gegenüber dem Arbeitgeber. Mit einer Beihilfeablöseversicherung können sich Arbeitgeber, die zu einer Beihilfezahlung verpflichtet sind, gegen das Risiko einer Beihilfezahlung im Krankheitsfall absichern.

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